Datum: 12.06.2020

50% Zuschuss für die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse

Förderprogramm go-digital unterstützt speziell KMUs
Die öffentliche Meinung ist eindeutig – Deutschland hinkt bei der Digitalisierung weit hinterher. Viele Aufgaben werden immer noch in altbewährten, analogen Prozessen abgearbeitet, frei nach dem Motto: „das war so, das ist so und das wird auch immer so bleiben“. Wenn man nach den Gründen sucht, dann findet man viele Antworten. Ein entscheidendes Argument ist oftmals die mit der Digitalisierung verbundene Investition: Digitalisierung gilt als teuer!

An dieser Stelle tritt das Förderprogramm go-digital auf den Plan, welches vom Ministerium für Wirtschaft & Energie (BMWi) mit dem Ziel, kleine und mittelständige Unternehmen (KMU) bei der Digitalisierung Ihrer Geschäftsprozesse zu unterstützen, ins Leben gerufen wurde.

Dessen Ziel ist es, die Unternehmen bei der Digitalisierung finanziell zu unterstützen, indem bis zu 50% der Investitionssumme gefördert werden. Dabei handelt es sich nicht etwa um ein vergünstigtes Darlehen oder Ähnliches, sondern um eine echte anteilige Übernahme der Kosten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass der administrative Aufwand für das geförderte Unternehmen gegen null läuft. Auch muss dieses Unternehmen nicht – wie sonst bei Subventionen und Förderprogrammen üblich – finanziell in Vorleistung gehen. Autorisierte Beratungsunternehmen kümmern sich hierbei um alle notwendigen administrativen Prozesse und sind zugleich auch die Empfänger des Förderanteils.
 

Was genau wird gefördert?

Gefördert wird grundsätzlich die Beratung als auch die Umsetzung eines Projektes in den drei Bereichen „digitale Geschäftsprozesse“, „digitale Markterschließung“ sowie „IT-Sicherheit“. Ausgeschlossen sind hierbei lediglich die Kosten für Hard- und Software. Hier ein Beispiel: Unternehmen A möchte die digitale Sicherheit verbessern. Das Projekt besteht in diesem Fall aus der Situationsanalyse, einem Konzept und der Umsetzung im Unternehmen. Im Ergebnis würde das Beraterunternehmen im Rahmen des Konzeptes das Vorgehen sowie die zu verwendende Hardware definieren und das Konzept im Unternehmen umsetzen. Die für das Beratungsunternehmen anfallenden Kosten würde in diesem Fall zu 50 % übernommen. Nicht förderfähig sind in diesem Fall die Kosten für Hardware, wie beispielsweise eine Firewall oder entsprechende Softwarelizenzen.

Das Modul „Digitalisierte Geschäftsprozesse” ist – wie der Name vermuten lässt – stark auf die alltäglichen Prozesse im Unternehmen fokussiert. Hierunter fallen Projekte aus dem Bereich der Verwaltung ebenso wie aus der Produktion. So könnte hier beispielsweise ein Online-Konfigurator für die Planung von Werkstücken realisiert werden. Oder man kann im Verwaltungsbereich seine Buchhaltung digitalisieren – vom Beleg-Eingang bis zum Steuerberater.

Die „Digitale Markterschließung” hilft beim Aufbau einer modernen, zeitgemäßen Vertriebsstruktur und bietet ein breit gefächertes Spektrum an Projekten. Beginnend bei modernen Websites für die Unternehmenspräsentation, über Vertriebssysteme wie Online-Shops oder Schnittstellen zu Verkaufsplattformen bis hin zum Online-Marketing mit Google-AdwordsKampagnen und umfangreichen Suchmaschinen-Optimierungen. In all diesen Bereichen sind geförderte Projekte möglich.

Den dritten Bereich bildet die „IT-Sicherheit”, hierbei geht es um den Schutz sensibler Daten im Unternehmen. Während Firmengebäude oftmals sehr gut gegen Einbruch und Vandalismus abgesichert sind, sieht es bei vielen Firmen in der IT eher gegenteilig aus. Oftmals fehlt in Unternehmen auch die Fachkompetenz für diese komplexe Problematik. Förderfähige Projekte sind beispielsweise Sicherheitskonzepte und Handlungsanweisungen für Hardware, Software und Verhalten der Mitarbeiter oder auch die richtige Installation und Konfiguration Ihres Firmennetzwerks inklusive Firewall.
Abschließend kann man festhalten, dass das BMWi mit seinem Förderprogramm go-digital ein leistungsstarkes Programm zur Steigerung der Digitalisierung aufgelegt hat, welches nicht nur durch die hohe Förderquote überzeugt, sondern auch äußerst einfach in der Anwendung ist. Weitere Informationen finden sich auf der Website www.innovation-beratung-foerderung.de

Kontakt
Tim Heinzen
Telefon: 0201/8 96 47-15
t.heinzen(at)metallhandwerk-nrw(.)de