Datum: 05.10.2022

Metallhandwerk fordert: Politik muss beim Schutzschirm Tempo machen!

Ein Energie-Entlastungspaket aufzulegen und mit einem 200 Mrd. € Volumen auszustatten, geht aus Sicht des Metallhandwerks in die richtige Richtung. Mit Blick auf die Umsetzung und die Dringlichkeit sind die Ergebnisse der Bund-Länderrunde vom 4. Oktober allerdings eine Enttäuschung.
Der Bundesverband Metall fordert Tempo und Härtefallbeihilfen von der Politik. Denn die Betriebe sind in einer akuten Notlage.

Politik muss beim Schutzschirm Tempo machen!

BVM-Präsident Erwin Kostyra: „Es muss viel schneller gehandelt werden. Metallbetriebe sind in der Fertigung auf Strom angewiesen. Für den Einsatz von Laser- und Schweißtechnik oder auch in der Wärmebehandlung sind bei Metallbetrieben Verbräuche von 1 Mio. kWh keine Seltenheit. Aktuelle Rückmeldungen belegen Strompreissteigerungen um mehr als das fünffache. Diese Mehrkosten können die Metallhandwerksbetriebe nicht einfach an den Kunden weiterreichen. Darüber hinaus erreichen uns Nachrichten von Mitgliedsunternehmen, dass Sie derzeit von ihren Energieversorgern nicht einmal ein Angebot bekommen können“.

Der Metallverband fordert Tempo und Härtefallbeihilfen von der Politik. Insbesondere viele Zulieferbetriebe im Metallhandwerk waren durch die schwierige weltwirtschaftliche Lage bereits geschwächt in die Coronakrise gegangen. Die gerade begonnene Aufholjagd droht aktuell schmerzlich abzubrechen, es stehen Existenzen auf dem Spiel, wenn die Energiepreisspirale nicht abgebremst wird.

Die Betriebe des Metallhandwerk sind für die Stabilisierung und das Funktionieren der Wirtschaft in Deutschland von essenzieller Bedeutung. Es droht ein irreparabler Flurschaden, wenn die in Not geratenen Betriebe, Materialhersteller und Materialveredler dieser Branche nicht zeitnah entsprechend ihrer besonderen Lage in der Wertschöpfung berücksichtigt werden und zielgenaue, unbürokratische Hilfen erhalten. Ohne Produkte aus dem Metallhandwerk ist die Industrie und der Bausektor nicht leistungsfähig. „Wir sind nicht nur systemrelevant, sondern Basis für unsere Volkswirtschaft“, unterstreicht Kostyra die Forderungen des Metallhandwerks.