Datum: 06.11.2020

Erfolgreiche Betriebsübergabe durch Maschinenbewertung

Die Gründe, warum ein Unternehmen an einen neuen Eigentümer übergeben wird sind vielfältig. Sei es, weil der alte Besitzer in den Ruhestand geht oder weil andere unternehmerische Entscheidungen dies nahelegen. In jedem Fall muss der Wert des Betriebseigentums ermittelt werden.

Eine dieser Möglichkeiten ist die Zeitwertermittlung von Maschinen und Einrichtungsgegenständen in Unternehmen des Metallhandwerks. Diese Zeitwertermittlung dient den Unternehmer/innen dazu, betriebswirtschaftliche Entscheidungen treffen zu können. Diese können zum Beispiel die Übergabe an den Nachfolger oder die Nachfolgerin sein. Zeitwerte können außerdem auch als Sicherheit bei Kreditgeschäften für Investitionen dienen. In enger Zusammenarbeit mit den betriebswirtschaftlichen Beratern der zuständigen Handwerkskammer, können wir auch eine gesamtheitliche Bewertung des Unternehmens vornehmen.

Der Fachverband hilft

Bei der Maschinenbewertung stehen Ihnen die technischen Berater des Fachverbandes Metall gleich an zwei Stellen mit ihrer Expertise zur Seite. Denn es müssen mehrere Kriterien beachtet werden. Die Fotodokumentation der Maschinen, Anlagen und Einrichtungsgegenstände soll zum Beispiel dazu dienen zu dokumentieren, dass sich die Maschine in den Räumlichkeiten und im Besitz des Unternehmers befindet. Bei dieser Dokumentation wird der Allgemeinzustand der Maschine detailliert festgehalten.

Nach der Fotodokumentation erfolgt die Zeitwertermittlung. Dazu werden die Eckdaten der Maschinen und Einrichtungsgegenstände aus dem Anlagevermögen in das Programm MapPro eingegeben. Dieses Programm des Zentralverband des Deutschen Handwerks ermöglicht den Beratern eine professionelle Zeitwertermittlung zu dokumentieren. Kriterien für den ermittelten Zeitwert sind unter anderem: Das Alter der Maschinen, die Nutzungsdauer und der Allgemeinzustand.

Bewertungsverfahren

Je nach dem, was für ein Objekt bewertet werden soll, erfolgt eine lineare Abwertung, die mechanische Abnutzung außer Acht lässt, oder eine arithmetisch-degressive Abwertung mit mechanischer Abnutzung. Bei letzterer werden bezogen auf eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ein Startwertfaktor und ein Restwertfaktor ermittelt. Dafür wird immer der aktuelle Neupreis einer Maschine oder des vergleichbaren Nachfolgemodells zugrunde gelegt. Der Restwert beträgt dann 10% des aktuellen Neupreises, unter Berücksichtigung des Preisindexfaktors, nach Ablauf der Nutzungsdauer. „Diese Preisindizes ermöglichen uns, die Anschaffungskosten aus den Anschaffungsjahr der zu bewertenden Objekten auf einen Neuwert zum Bewertungsstichtag umzurechnen“, fasst Markus Marré das Verfahren zusammen.

Achtung! Freier Markt.

Auch wenn am Ende dieser Analyse ein Eurobetrag steht, muss beachtet werden: Die ermittelten Werte der Maschinen und Einrichtungsgegenstände spiegeln nicht den erzielbaren Verkaufspreis wider. Dieser wird vom Markt bestimmt und kann je nach Maschine und Marktlage auch viel höher oder niedriger ausfallen.

Auch in diesem Jahr haben die Berater des Fachverbandes zahlreichen Innungsbetrieben des Metallhandwerks in Nordrhein-Westfalen mit der Zeitwertermittlung dabei geholfen, ihr Unternehmen erfolgreich zu Übergeben oder zu Verkaufen.

Für Mitgliedsbetriebe des Fachverband Metall ist dieser Service, ebenso wie auch alle anderen Leistungen im Innungsbeitrag enthalten.