Datum: 18.10.2021

Lieferprobleme bei Aluminium

Ausbleibende Lieferung von Magnesium aus China gefährdet europaweit die Produktion von Aluminium. Der Bundesverband Metall befürchtet noch vor Jahresende erhebliche Engpässe für die Betriebe des Metallhandwerks.

Lieferprobleme bei Aluminium

Bereits zur Jahresmitte hat sich in einer BVM Umfrage bestätigt, dass sich insbesondere für Halbzeuge aus Aluminium sowohl die Lieferzeiten als auch damit einhergehend die Preissteigerungen zu einem gravierenden Problem für die Metallbetrieb entwickelt haben. Diese Situation droht sich nun auf dramatische Weise zu verschärfen und zu einem hohen Kalkulationsrisiko zu werden.

BVM-Präsident Erwin Kostyra und Hauptgeschäftsführer Markus Jäger hatten sich bereits im Juni 2021 an den Bundeswirtschaftsminister gewandt und die Politik dringend aufgefordert, mittel- bis langfristig über internationale Handelsabkommen an Absicherungsmechanismen zur Verhinderung von Lieferkettenausfällen zu arbeiten.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen Befürchtungen um die ausbleibende Aluminiumproduktion in Europa zeigt sich einmal mehr, wie wichtig diese Forderung des Metallhandwerks nach wie vor ist. Die Volksrepublik China hat ein nahezu vollständiges Monopol auf die weltweite Magnesiumproduktion – und Magnesium wurde seitens der EU bereits 2017 auf die Liste der kritischen Rohstoffe gesetzt. Politische Initiativen im EU-Kontext sowie international sind jetzt dringend gefordert. Gemeinsam mit weiteren Spitzenverbänden der Wirtschaft kämpfen wir dafür, dass die Politik dieses Thema aufgreift und an Lösungen arbeitet“ kommentiert Erwin Kostyra, Präsident des Bundesverbands Metall die aktuelle Entwicklung.

Es steht zu befürchten, dass die aktuelle Energieknappheit in China zu einer weiteren Verschärfung des Problems führt, mit dramatischen Auswirkungen auf die Wertschöpfung in Deutschland. Davon sind insbesondere auch die Betriebe des Metallhandwerks betroffen, von denen viele Aluminiumprofile und -bleche in größerem Umfang verarbeiten.