Datum: 03.01.2022

Neuer Vorstand

Auf der Mitgliederversammlung am 3. November 2021 haben die Delegierten einen neuen Vorstand gewählt. Wir stellen Ihnen den neuen Vorstand vor.

Neuer Vorstand

Wofür stehen die Vorstandsmitglieder? Welche Funktionen übernehmen sie im Metallverband und welche darüber hinaus? Metall Aktuell hat die Mitgliederversammlung zum Anlass genommen, die Menschen hinter der Funktion zu interviewen. Der neue Vorstand hat seine Tätigkeit satzungsgemäß am 1. Januar 2022 aufgenommen.

Willi Seiger, Vorsitzender

Der Geschäftsführer und Inhaber der Willi Seiger GmbH ist Obermeister der Innung für Metall- und Kunststofftechnik Soest-Lippstadt. Seiger ist seit 2002 im Vorstand des Fachverbandes und bekleidet seit 2017 dessen Vorsitz. Neben seiner Tätigkeit beim Fachverband ist er außerdem noch Vizepräsident im Bundesverband Metall, wo er im Präsidium den Fachbereich Wirtschaft und Soziales verantwortet. Auf Landesebene des Metallverbandes leitet Seiger die Fachgruppe Feinwerkmechanik. „Ich will die schon jetzt gute Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt weiter verbessern. Der Metallverband und der Fachverband Metall NW insbesondere sind Garanten für eine kooperative und innovative Vertretung unserer Innungen und der zugehörigen Betriebe.“

Hans-Bernd Grönewald, stellv. Vorsitzender

Grönewald ist geschäftsführender Gesellschafter der MTE GmbH und Obermeister der Innung für Metalltechnik Bonn-Rhein-Sieg. Im bisherigen Vorstand des Fachverbandes übernahm er den stellvertretenden Vorsitz. Zudem ist er im Vorstand des Unternehmerverbands Handwerk NRW e.V. Diesen und den Fachverband vertritt er auch im Handwerk.NRW. Privat engagiert sich Grönewald in der Kolpingfamilie Bonn Zentral ebenfalls als stellvertretender Vorsitzender. „Unsere Gesellschaft ist im Umbruch. Projektarbeit verändert Kooperation, Onlinekonferenzen verändern das gemeinsame Teamplay und die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, verändert das Ehrenamt. In diesem Spannungsfeld zwischen Tradition und New-Work sehe ich den Fachverband in einer Vorreiterrolle und so soll es auch bleiben.“

Johannes Arnzen

Der Geschäftsführer der Viefhaus GmbH ist Obermeister der Innung für Metallhandwerke Mülheim an der Ruhr und Oberhausen. Als Spezialisten für den Stahlbau beschäftigt sein Unternehmen 40 Menschen mit Schwerpunkt auf Konstruktion und Planung, von der Serienproduktion bis zur Einzelanfertigung. Zudem ist das Unternehmen im Ladenbau aktiv, mit Edelstahl- und Messingmöbeln, die auch im Harrods stehen. „Das „alte, traditionsreiche Fachwissen“ darf nicht aussterben. Darum ist mir wichtig, dass unsere Auszubildenden die Möglichkeit haben, im Handwerk Fuß zu fassen. Dazu muss die Ausbildung mit dem richtigen Mix aus Theorie und Praxis interessant gestaltet werden. Mit dem Azubi-Top Projekt geht der Verband da in die richtige Richtung.“

Björn Bergmann

Neben der Geschäftsführung der Stahl- und Metallbau Bergmann GmbH & Co. KG trägt Bergmann auch das Amt des stellvertretenden Obermeisters der Metall-Innung Essen. Er ist im Prüfungsausschuss der Kreishandwerkerschaft Essen und war zudem auch Kassenprüfer für den Fachverband Metall. Sein Unternehmen fertigt Stahl- und Metallbauten für den gehobenen ästhetischen Anspruch an und beschäftigt 21 Mitarbeiter.
Neben dem Neubau legt das Unternehmen großen Wert auf Service und Wartung bestehender Anlagen. „Die Zukunft hat bereits begonnen und sie ist digital. Diese Überzeugung bestimmt meine Unternehmensführung und sie
wird auch meine Verbandstätigkeit leiten.“

Heiner Dresrüsse

Als Geschäftsführer der gleichnamigen GmbH ist Heiner Dresrüsse zudem Vizepräsident der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld und im Vorstand der Innung des Metallhandwerks Bielefeld und als solcher auch Repräsentant beim Fachverband. Er sitzt im Meisterprüfungsausschuss und engagiert sich privat im Handball-Sport als Trainer. Dresrüsse ist spezialisiert auf Balkone, Treppen, Geländer, Gartentüren, Tore, Vordächer, Hauseingänge, Carports sowohl für private wie für gewerbliche Kunden. Die Produktion von Stahlbau-Elementen ist ein weiteres Standbein des Unternehmens mit rund 18 Mitarbeitern. „Immer an der Basis sein. Mir wurde die ehrenvolle Aufgabe zugetragen, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen. Um dieser gerecht zu werden, muss ich diese Menschen kennen, und deren Bedürfnisse fühlen, respektieren und anerkennen. Das gibt mir die erforderliche Erdung, um meine Ämter zu erfüllen.“

Carsten Dreyer

Als Geschäftsführer und Teilhaber der Dreyer GmbH ist Dreyer zudem stellvertretender Obermeister der Metall-Innung Steinfurt. Sein Unternehmen ist ein regionaler Zulieferer für den Anlagen- und Maschinenbau für Kunden unter anderem aus den Bereichen der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie sowie der Labortechnik mit über 50 Mitarbeitenden. „Alles fordert Digitalisierung – und nebenbei bemerkt: Bund und Länder fordern nicht nur, sie fördern auch Digitalisierung. Doch was heißt das in Konsequenz? Digitalisierung bedeutet zuallererst selbst aktiv werden. Denn die eigenen Prozesse müssen auch die erforderliche Reife dafür haben. Nur wer das begreift, kann seinen Betrieb zukunftsfähig ausrichten. Und zukunftsfähige Unternehmen braucht unser Land. Deshalb brauchen wir die Forderung ebenso wie die Förderung.

Christian Flüss

Christian Flüss ist geschäftsführender Gesellschafter der Firma Flüss Werkzeugbau & Erodiertechnik. Auf ehrenamtlicher Basis ist er Obermeister der Metall-Innung Wuppertal und im Meisterprüfungsausschuss der Handwerkskammer Düsseldorf. Zudem ist er ehrenamtlicher Richter am Landesarbeitsgericht in Düsseldorf. Flüss Werkzeugbau & Erodiertechnik ist spezialisiert auf den hochpräzisen Werkzeugbau insbesondere als Zulieferer in Automotiv, Medizin und Hygienetechnik mit besonderer Expertise auf 3D-Stanzverfahren für Folien und zugehöriger Folienverformung. „Das Metallhandwerk hat so viel zu bieten. Flache Hierarchien, gute Karriere-Optionen und Sicherheit im Job. Aber es hat auch
Anforderungen. Wir brauchen Motivation, Leistungsbereitschaft und Qualifikation. Menschen, die das alles mitbringen, finden wir nicht erst in den Universitäten, sondern schon in der Schule!“

Harald Görnig

Neben der Geschäftsführung seines Familienbetriebes, der Schlosserei H. Görnig übernimmt er das Ehrenamt des Obermeisters in der Innung für Metalltechnik Westfalen-Süd. Zudem ist er im Vorstand der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd. Bis Ende 2021 war er Mitglied in der Tarifkommission des Verbandes. Görnig ist Ratsmitglied im Rat der Stadt Kreuztal. „Wir müssen als Handwerk auf die Politik einwirken. Insbesondere im ländlichen Raum müssen bürokratische Vorgaben angepasst werden. Stichwort: kleinere Berufsschulklassen. Sonst führt uns der Fachkräftemangel in einigen Jahren dorthin, wo die Metzger und Bäcker heute schon stehen. Unsere Position muss in Politik und Gesetzgebung verteidigt werden. Aktuelles Beispiel: Kleinere Statikberechnungen müssen Meister in Zukunft wieder selbst einreichen dürfen.“

Peter Maxisch

Als einer von zwei Geschäftsführern der HAMAX – Metallbau GmbH gehört Peter Maxisch dem Vorstand der Fachinnung Stahl und Metall in Düsseldorf an und ist dort stellvertretender Obermeister. Zudem ist er Mitglied im Meisterprüfungsausschuss der Handwerkskammer Düsseldorf und dort als Prüfer im Metallbauerhandwerk tätig. Im Fachverband übernahm Maxisch bereits mehrfach die Kassenprüfung. „Der Tag ist abends immer um! - Dabei ist es egal, ob man ihn mit der Erfüllung ständig prasselnder Anforderungen aus Gesetzen, Vorschriften, Verwaltung und Bürokratie erfüllt oder mit unserem eigentlichen Gewerk! Dabei heißt es, nicht den Überblick verlieren und den Spaß an der Arbeit behalten. Sonst werden wir keinen Nachfolger finden und eines Tages die Türen für immer schließen müssen. Die Innungen als lokale Gemeinschaft und der Fachverband bieten in dieser Situation die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.“