Datum: 01.07.2020

Schutzschirm zur Sicherung von Ausbildungsplätzen / Ausbildungsprämie / Vermeidung von Kurzarbeit

Die Bundesregierung hat einen Schutzschirm zur Sicherung von Ausbildungsplätzen im Umfang von einer halben Milliarde Euro beschlossen. Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten können die Hilfe in Anspruch nehmen.

Betriebe erhalten eine einmalige Ausbildungsprämie von 2000 Euro zu jedem für das Ausbildungsjahr 2020 neu abgeschlossenen Ausbildungsvertrag, wenn sie die Zahl ihrer Lehrstellen im Vergleich zum Durschnitt der vergangenen drei Jahre trotz coronabedingter Schwierigkeiten konstant halten. Stellen sie weitere Auszubildende ein, erhalten sie für jeden zusätzlichen Auszubildenden 3000 Euro. Ausbezahlt werden soll das Geld nach Abschluss der Probezeit. Betriebe die einen Auszubildenden aus einem durch Corona insolventen Unternehmen übernehmen, sollen ebenfalls eine Prämie von 3000 Euro erhalten.

Finanzielle Hilfen soll es bis Mitte nächsten Jahres auch für die sogenannte Auftrags- oder Verbundausbildung geben. Immer dann, wenn ein Betrieb die Ausbildung aufgrund der Corona Krise temporär nicht fortsetzen kann, sollen andere Betriebe, überbetriebliche Bildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister gefördert werden, wenn sie zeitlich befristet die Ausbildung übernehmen.

Ausbildungsbetriebe die trotz erheblichen Arbeitsausfalls (mindestens 50 Prozent) ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen und Kurzarbeit für die Auszubildenden vermeiden, erhalten 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für die betreffenden Monate. Diese Regelung soll bis zum Ende 2020 gelten.

Quelle: Bundesverband