Datum: 03.12.2020

Update FAQ

Der Bundesverband Metall hat die wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit dem Coronavirus zusammengestellt. Das FAQ im Servicebereich behandelt Auslandsreisen, Ansteckungsgefahren, Umgang mit Quarantäne, Kurzarbeitergeld, Berufung auf höhere Gewalt etc. 

Update FAQ

Aktualisierte FAQ: 

  • FAQ „Was passiert, wenn meine Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt werden?
    Der Arbeitnehmer muss einen Quarantänebescheid mindestens in Textform vorlegen können. Dazu muss der Arbeitnehmer auf das Gesundheitsamt einwirken. Spricht das Gesundheitsamt lediglich eine Empfehlung aus, dann ist der Mitarbeiter nicht unter Quarantäne mit der Folge, dass er keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung hat. Auch bei vermeidbaren Reisen in ein Risikogebiet hat der Mitarbeiter keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung und / oder Entschädigung nach § 56 Abs. 1 Satz 3 und 4 InfSchG. Für Personen, die ein unter Quarantäne stehendes Kind betreuen, verlängert sich die Entschädigungsregelung nach § 56 Abs. 1a bis zum 31. März 2021. Ist der Arbeitnehmer unter Quarantäne und hat einen entsprechenden Nachweis erbracht, ist der Arbeitgeber vorleistungspflichtig und hat dann einen Erstattungsanspruch gegen die Behörde, § 56 IfSG. Für Erstattungsansprüche des Arbeitgebers ist der Verwaltungsrechtsweg gegeben, § 68 IfSG. 
  • FAQ „Kurzarbeit Kurzarbeitergeld“: Veraltete Regelungen wurden gelöscht.
  • FAQ „Auswirkungen auf das Prüfungswesen
    Für Auszubildende, die sich zum Prüfungstermin in Quarantäne befinden, gilt folgendes: Grundsätzlich kann sich jeder Auszubildende von der Prüfung abmelden. Er kann dann an der nächsten Prüfung teilnehmen. Um den Prüflingen aber in diesen besonderen Zeiten die Möglichkeit zu geben, trotz Quarantäne die Prüfung zu absolvieren, schlagen wir vor, für die Betroffenen einen Ersatztermin zu bestimmen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Prüflinge die Quarantäne-Anordnung vorlegen können. Zuletzt bleibt es aber die Entscheidung des Prüfungsausschusses, wie er mit dieser Situation verfahren will. Die Prüfungsordnung sieht keinen Sondertermin vor. In dieser besonders gelagerten Situation sollte den Auszubildenden die Möglichkeit zu einem zeitnahen Prüfungstermin gegeben werden sollte. Das ist auch im Sinne der Betriebe, die mit 3,5 Jahren Ausbildung geplant haben. Umsetzungshinweise in den entsprechenden FAQ.

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