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Arbeitsverträge von Minijobbern überprüfen

Seit Januar 2019 gilt: wenn nichts anderen geregelt ist, schuldet der Arbeitnehmer eine Arbeitszeit von 20 Stunden pro Woche. Das bedeutet, dass eine dieser Arbeitsleistung angepasste Vergütung geschuldet wird.

Damit würde das Gehalt vieler „Minijobber“ die Geringfügigkeitsgrenze überschreiten und voll sozialversicherungspflichtig werden.

Der Gesetzgeber hat die Vermutung in § 12 Abs. 1 S. 3 TzBfG dahingehend geändert, dass nicht mehr 10 Stunden, sondern 20 Stunden als vereinbarte Arbeitszeit gelten, wenn die Parteien nichts anderes vereinbart haben. Ziel des Gesetzes ist es, die sogenannte „Arbeit auf Abruf“ stärker zu reglementieren und Arbeitnehmern in diesen Arbeitsverhältnissen mehr Sicherheit zu bieten. Also schuldet der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer – immer vorausgesetzt, es gibt keine anderslautende Vereinbarung – den Mindestlohn (oder den Tariflohn) für 20 Stunden pro Woche. Das führt dazu, dass der Lohn dieser Arbeitnehmer oberhalb der Geringfügigkeitsgrenze für Minijobber liegt und entsprechend höhere Sozialversicherungsabgaben abzuführen sind. 

Überprüfen Sie also, ob Sie mit allen Arbeitnehmern, insbesondere aber mit den geringfügig Beschäftigten, schriftliche Arbeitsverträge mit Regelungen zur Arbeitszeit geschlossen haben.

Die entsprechenden schriftlichen Vorlagen für Arbeitsverträge – auch mit Minijobbern – finden Sie hier.