News-Artikel Ausgabe

„go -digital“ fördert das Metallhandwerk

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert klein- und mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung. Mit einer Kostenübernahme von bis zu 50% werden Betriebe unterstützt, die ein Digitalisierungsprojekt umsetzen und dabei Hilfe durch externe Beratung in Anspruch nehmen.

Zu Unrecht wird dem Handwerk eine zögerliche Haltung in Sachen Digitalisierung unterstellt. Dennoch stehen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor Herausforderungen, weil Kapazitäten fehlen, um Ideen umzusetzen und erforderliche Aktivitäten effektiv und effizient durchzuführen.

Das Programm go-digital des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) löst dieses Problem durch Förderung der Inanspruchnahme von Beratungsleistung. Von der Analyse bis zur Umsetzung konkreter Vorhaben können sich Unternehmen des Metallhandwerks Zuschüsse sichern. Schon die Einrichtung einer responsiven, barrierefreien Webseite kann gefördert werden. Das Programm geht aber weit darüber hinaus und fördert alle Maßnahmen, die aus betriebswirtschaftlicher Sicht des KMU sinnvoll sind.

Praktisch gestaltet sich die Unterstützung unbürokratisch. Die komplette administrative Projektabwicklung von Antragstellung bis zu Berichterstattung wird vom Berater übernommen. "Das Programm gehtaber weit darüber hinaus. Gefördert werden alle Maßnahmen, die aus betriebswirtschaftlicher Sicht des Unternehmers sinnvoll sind." beschreibt Tim Zimmermann, autorisierter Berater der Agentur spreadYourMind, das Projekt.
 

Was wird gefördert?

Einführung branchenspezifischer Softwarelösungen für Gesamt- und Teilprozesse in der Wertschöpfung, z.B. elektronische Bestellabwicklung, Logistik, Lagerhaltung, Bezahlsysteme. Systeme, mit denen Arbeitsabläufe im Unternehmen möglichst durchgängig und frei von Medienbrüchen digital abgewickelt werden können.

Entwicklung einer unternehmensspezifischen Online-Marketing-Strategie oder der Aufbau einer professionellen, rechtssicheren Internetpräsenz. Daraus ergibt sich die Chance, mit gezielt ausgerichteten Maßnahmen zur Personalgewinnung dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Dazu eignen sich Social-Media-Tools ebenso, wie Elemente des Content-Marketing zur Ansprache insbesondere junger Menschen.

Besonderen Stellenwert hat das Themenfeld der Risiko- und Sicherheitsanalyse. Auch kleinere Betriebe müssen ihre Daten vor Cyberkriminalität schützen. Jedes Unternehmen, dessen Infrastruktur mit dem Internet verbunden ist, sollte darauf eingestellt sein, dass Kriminelle Sicherheitslücken nutzen, um Firmendaten unter Kontrolle zu bekommen und Lösegeld zu erpressen. Weil diese Gefahr eine existentielle Bedrohung darstellt, beinhaltet jede go-digital-Beratungsleistung auch eine Pflichtberatung zur IT-Sicherheit.


Wer wird gefördert?

  • Rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft oder des Handwerks.


Voraussetzungen

  • weniger als 100 Mitarbeiter
  • Vorjahresumsatz- oder Vorjahresbilanzsumme von höchstens 20 Mio. €
  • Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland
  • Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung


Beratungsleistungen werden mit einer Förderquote von 50 % auf einen maximalen Beratertagessatz von 1.100 € (ohne Mehrwertsteuer) gefördert. Das begünstigte KMU trägt nur seinen Eigenanteil. Der Förderumfang beträgt maximal 30 Beratertage in einem Zeitraum von bis zu 6 Monaten.


Mehr dazu auf der Webseite des Ministeriums oder direkt beim digitalen Berater des Fachverband Metall NW, Tim Heinzen.