News-Artikel Ausgabe

Kündigungsschutz in Kleinbetrieben

Laut § 23 Kündigungsschutzgesetz (KSchG) findet in Unternehmen mit zehn oder weniger Mitarbeitern das KSchG keine Anwendung. Diese sogenannten Kleinbetriebe sind vom Anwendungsbereich des KSchG ausgenommen. 

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Bei der Berechnung der Zahl der Arbeitnehmer ist zwischen Vollzeit- und Teilzeitkräften sowie Auszubildenden zu unterscheiden:  

  • Teilzeitkräfte, die bis zu 20 Stunden wöchentlich arbeitet, gelten als 0,5 Mitarbeiter
  • Teilzeitkräfte, die mehr als 20 und bis zu 30 Stunden wöchentlich arbeiten, gelten als 0,75 Mitarbeiter. 
  • Auszubildende werden nicht mitgezählt  


Aber Vorsicht:

Bis Ende 2003 galt der Kündigungsschutz schon in Betrieben mit mehr als fünf Arbeitnehmern. Für „Alt-Arbeitnehmer“, die schon vor 2004 in einem Unternehmen angestellt waren und noch immer dort tätig sind, gilt der sogenannte Bestandsschutz. Das bedeutet: Solange mehr als fünf dieser Alt-Arbeitnehmer in einem Betrieb beschäftigt sind, gilt für sie das KSchG. Die Kollegen, die nach 2003 eingestellt wurden, genießen diesen Kündigungsschutz nicht. Wenn nur noch fünf oder weniger Alt-Arbeitnehmer in einem Betrieb arbeiten, ist der Kündigungsschutz aufgehoben.

Aber auch in Kleinstbetrieben gilt das Verbot der missbräuchlichen oder treuwidrigen Kündigung. Auch hier ist ein „Mindestmaß an sozialer Rücksichtnahme“ einzuhalten. Der besondere Kündigungsschutz für bestimmte Mitarbeiter muss auch in Kleinbetrieben eingehalten werden, so darf auch in Kleinbetrieben Frauen in Mutterschutz oder Schwerbehinderten nicht einfach gekündigt werden.

Kontakt
Friederike Tanzeglock
Telefon: 0201/89647-13
f.tanzeglock(at)metallhandwerk-nrw.de