News-Artikel Ausgabe

Präqualifikation:

Innungsbetriebe profitieren doppelt
Für baunahe Betriebe wird die Präqualifikation immer wichtiger. Das gilt nicht nur für Betriebe, die sich um öffentliche Aufträge bemühen, auch Betriebe, die mit privaten Generalunternehmern arbeiten, benötigen immer häufiger die Präqualifikation.

Bei der Präqualifikation im Baubereich muss sich der Betrieb kostenpflichtig von einer Zertifizierungsstelle bescheinigen lassen, dass die Voraussetzungen für die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen erfüllt sind. Es konnte verhindert werden, dass diese Präqualifikation unbedingte Voraussetzung für die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen geworden ist. Da jedoch gleichzeitig der Gesetzgeber bei der so genannten Nachunternehmerhaftung im Bauhandwerk bei der Beauftragung von präqualifizierten Subunternehmern erhebliche Freistellungen vorgenommen hat, wird es für immer mehr Betriebe im Metallbau und Stahlbau notwendig, sich präqualifizieren zu lassen.

 

Angaben für eine Erstpräqualifikation:

  • allgemeine Angaben zum Unternehmen
  • zu präqualifizierende Leistungsbereiche
  • Angabe des Gesamtumsatzes
  • Umsatzanteile für einzelne Leistungsbereiche in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren
  • Anzahl der Mitarbeiter aus den letzten drei Kalenderjahren
  • Eigenerklärung zu Einträgen im Gewerbezentralregister, Sozialversicherung, Datenspeicherung usw.  


Als Nachweise sind erforderlich:

  • Freistellungsbescheinigung nach § 48b EstG
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der SOKA BAU
  • qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft
  • Bestätigung der Umsätze durch Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer
  • Gewerbeanmeldung
  • Handelsregisterauszug (ggf. Eigenerklärung für Unternehmen ohne HR-Eintrag)
  • Bestätigung der Eintragung im Berufsregister des Firmensitzes (HWK oder IHK)
  • Referenzen


Das Verfahren PQ-VOB ist das einzige bundesweit eingeführte Verfahren, mit der die Leistungsfähigkeit, Fachkunde und Zuverlässigkeit eines Unternehmens für Bauleistungen nach einheitlichen und transparent vorgegebenen Kriterien nachgewiesen werden kann. Das Verfahren ist in VOB/A verankert und muss von den öffentlichen Vergabestellen anerkannt werden.

 

Die Vorteile der Präqualifikation:

  • Imagesteigerung
  • Qualitätsnachweis gegenüber privaten Auftraggebern
  • Differenzierung zu Mitbewerbern
  • Akzeptanz öffentlicher Auftraggeber durch Eignungsnachweis
  • Höhere Chance zur Angebotsabgabe bei „Beschränkter Ausschreibung" und „Freihändiger Vergabe"
  • Entlastung der Vergabestellen von ihrer Verantwortung
  • Vereinfachung der Verwaltung
  • Rahmenabkommen für Innungsbetriebe


Der Fachverband Metall NW bietet den Innungsbetrieben einen besonderen Service: sie profitieren mit ZertBAU (Zertifizierung Bau), denn Mitgliedsunternehmen erhalten einen Nachlass von 10 % auf die günstigen Eintragungsgebühren sowie 4 freie Leistungsbereiche, die belegt werden können.

ZertBAU ist eine durch den Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen anerkannte PQ-Stelle und autorisiert, Unternehmen zu präqualifizieren und in das Präqualifikationsverzeichnis einzustellen. Bereits im Vorfeld einer Beauftragung bieten die Mitarbeiter Hilfestellung beim Antragsverfahren von der telefonischen Unterstützung bis hin zur kostenfreien Vorprüfung. 

Mehr Informationen und ein Antragsformular finden Sie hier.