News-Artikel Ausgabe

Überarbeitung der Bauordnung

des Landes Nordrhein-Westfalen mit Stand 2018
Die Nordrhein-Westfalen-Koalition hat im Koalitionsvertrag für die 17. Legislaturperiode vereinbart, das nordrhein-westfälische Bauordnungsrecht zu vereinfachen.

Logo Recht

Logo Recht

Um insbesondere Handwerkern, Architekten und Ingenieuren, die auch in anderen Bundesländern tätig sind, die Arbeit zu erleichtern, hat die Koalition vereinbart, die Landesbauordnung stärker an die Musterbauordnung anzugleichen.

Erleichterungen für Handwerksbetriebe ergeben sich hauptsächlich bei der Vereinfachung von Brandwänden und Umwehrungen:

§ 30 Brandwände

§ 30 Absatz 10 greift Erleichterungen für Vorbauten auf. Hinsichtlich des Begriffs wird auf das Abstandsflächenrecht hingewiesen. Bei Balkone, Terrassenüberdachungen und Altane gelten Abstände von mindestens 1,0 Meter zu Nachbargebäuden. Im § 6 Abstandsflächen wurde für diese Baugruppen folgendes festgelegt:

Bei der Bemessung der Abstandsflächen bleiben außer Betracht

  • vor die Außenwand vortretende Bauteile wie Gesimse und Dachüberstände,
  • Vorbauten, wenn sie
    - insgesamt nicht mehr als ein Drittel der Breite der jeweiligen Außenwand in Anspruch nehmen,
    - nicht mehr als 1,50 m vor diese Außenwand vortreten und
    - mindestens 2 m von der gegenüberliegenden Nachbargrenze entfernt bleiben, sowie
  • bei Gebäuden an der Grundstücksgrenze die Seitenwände von Vorbauten und Dachaufbauten, auch wenn sie nicht an der Grundstücksgrenze errichtet werden.

 

§ 38 Umwehrungen

Alle Höhen für Absturzsicherungen bei Geländern wurden im § 38 Umwehrungen zusammengefasst und gelten so einheitlich für Treppengeländer und andere Arten von Absturzsicherungen. Danach gilt, dass bis zu einer Absturzhöhe von 12 Metern eine Brüstungshöhe von 0,9 Metern (Mindesthöhe) und ab einer Absturzhöhe von 12 Metern eine Brüstungshöhe von 1,10 Metern gelten.