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Tarifabschluss mit der IG Metall endgültig

In der dritten Verhandlungsrunde einigten sich der Fachverband Metall NW und die IG Metall auf neue Entgelttarifverträge. Nach abgelaufener Erklärungsfrist gelten diese für die rund 58.000 Beschäftigte des Metallbauer-, Feinwerkmechaniker- und Metall- und Glockengießerhandwerks in Nordrhein-Westfalen. Im Einzelnen wurden die folgenden Tariferhöhungen vereinbart:

  1. Die Löhne und Gehälter steigen ab dem 01. Oktober dieses Jahres um 3,2 %.
  2. Gleichzeitig steigen die Ausbildungsvergütungen in jedem Ausbildungsjahr um 25 EUR.
  3. Ab dem 01. Dezember 2020 wird eine weitere Erhöhung um 2,4 % bei den Entgelten wirksam. Die Ausbildungsvergütungen steigen dann um weitere 20 EUR.
  4. Die Entgelt- und Auszubildendentarife können mit einer Frist von drei Monaten erstmals zum 30.09.2021 gekündigt werden.
  5. Für die Auszubildenden wurde zusätzlich eine Leistungsprämie von 250 EUR vereinbart. Diese erhält, wer erstmalig eine Gesellenprüfung Teil 1 nach dem 01.10.2019 erfolgreich (Erfüllungsgrad über 50 %) ablegt.

Tarifvertrag zum Ausgleich von Rentenabschlägen vereinbart
Die Tarifvertragsparteien waren sich darüber einig, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des nordrhein-westfälischen Metallhandwerks besser vor Rentenabschlägen bei vorzeitigem Renteneintritt geschützt werden sollten. Zu diesem Zweck wurde die Erstellung eines entsprechenden Tarifvertrages vereinbart, der Folgendes umfassen soll: Arbeitnehmer können ab Vollendung ihres 50. Lebensjahres freiwillig Zusatzbeiträge in die Deutsche Rentenversicherung (DRV) einzahlen mit dem Ziel, finanzielle Einbußen (Abschläge) bei der gesetzlichen Rente wegen eines vorgezogenen Eintritts in den Ruhestand zu vermeiden. Auf Verlangen des Beschäftigten zahlt der Arbeitgeber einen zusätzlichen Arbeitgeberbeitrag von 50,00 Euro pro Monat bei der Deutschen Rentenversicherung ein, aber nur solange auch der Beschäftigte selbst mindestens 50,00 Euro pro Monat freiwillig aus seinem Nettoeinkommen als Zusatzbeitrag einzahlt. Dieser Tarifvertrag soll zum 01.01.2021 in Kraft treten.

„Die diesjährigen Verhandlungen haben unsere Tarifkommission stark gefordert. Noch im Frühjahr und Sommer dieses Jahres hatten wir allenfalls mit einer leichten, temporären Eintrübung der Konjunktur im Metallhandwerk gerechnet. Zum Zeitpunkt der Verhandlungen hatte sich die Lage in den Unternehmen stark auseinanderentwickelt. Während im baunahen Metallbauer- und Teilen des Feinwerkmechanikerhandwerks nach wie vor die Auslastungen gut waren, zeigten insbesondere die Unternehmen im Dunstkreis der Automobilindustrie deutliche Eintrübungserscheinungen. Allen gemeinsam jedoch war das Interesse an einer möglichst zweijährigen Laufzeit zur Sicherstellung der Kalkulationssicherheit.

Mit dem jetzt erzielten Ergebnis tragen wir den Anliegen der Betriebe mit guter Auslastung Rechnung, indem wir einen Abschluss erzielt haben, der im Wettbewerb um die Fachkräfte das Metallhandwerk nicht zurückfallen lässt. Nicht zuletzt die ab dem 01.01.2021 vereinbarte Komponente zum Ausgleich von Rentenabschlägen trägt hierzu bei. Denjenigen, die jetzt um Aufträge ringen, bietet gerade die zweijährige Laufzeit die notwendige Kalkulationssicherheit.

Bei den Ausbildungsvergütungen trägt der maßvolle Abschluss dazu bei, dass die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen nicht weiter eingeschränkt wird“, kommentiert Rudolf Schwarte, Vorsitzender der Tarifkommission des Fachverbandes Metall NW, das ausgehandelte Ergebnis.

Die neuen Entgelttabellen stehen zum Download zur Verfügung.

Entgelttabellen

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Tarifeinigung in der dritten Verhandlungsrunde

In der dritten Verhandlungsrunde mit der IG Metall hat sich die Tarifkommission des Fachverbandes Metall NW mit der der IG Metall auf das folgende Verhandlungsergebnis geeinigt:

 

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Folgenden Eckpunkte wurden vereinbart:

1.    Entgelte
Die Löhne und Gehälter steigen
a.    Ab dem 01.10.2019 um 3,2 %
und
b.    Ab dem 01.12.2020 um weitere 2,4 %

 

Die Entgelttarifverträge haben ein Laufzeit bis zum 30.09.2021.

 

2.    Azubivergütungen
Die Azubivergütungen steigen
a.    Ab dem 01.10.2019 um 25 EUR je Ausbildungsjahr
und
b.    Ab dem 01.12.2020 um weitere 20 EUR je Ausbildungsjahr

c.    Für die erstmalig erfolgreich abgelegte Gesellenprüfung Teil 1 (über 50%) erhält der Azubi einmalig eine Sonderzahlung von 250 EUR

 

3.    Ab dem 01.01.2021 wird in einem Tarifvertrag zum Ausgleich von Rentenabschlägen festgelegt, dass MA über 50 Jahre bei freiwilliger Einzahlung von mindestens 600 EUR p.a. einen Arbeitgeber seitigen Zuschuss von 600 EUR erhalten.

 

Die Erklärungsfrist endet am 24. Oktober 2019.

 

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16.09.2019 - IG Metall ruft zu Warnstreiks auf

11.09.2019 - Auch die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis

30.08.2019 - Erste Verhandlungsrunde noch ohne Ergebnis