Oktober 2026
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
vor der Sommerpause war Aufbruch zu spüren. Reformen wurden angekündigt, Entlastungen in Aussicht gestellt und viele Themen angesprochen, die uns und unsere Betriebe seit Jahren beschäftigen. Inzwischen zeigt sich jedoch: Aus Ankündigungen müssen konkrete Entscheidungen werden. Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und mehr Spielraum für Investitionen und Beschäftigung.
Trotz aller Herausforderungen dürfen wir dabei nicht abwarten, bis andere die Voraussetzungen für unsere Zukunft schaffen. Wir selbst können und müssen gestalten. Das zeigt auch diese Ausgabe unserer FachInfo: Wir investieren in die Ausbildung junger Menschen, stellen uns neuen technischen Anforderungen, nutzen digitale Möglichkeiten und suchen gemeinsam nach Lösungen für die Herausforderungen in unseren Betrieben.
Mit dem „Praktikum im Paket“ steht unseren Betrieben beispielsweise ein neues Instrument zur Verfügung, um junge Menschen für das Metallhandwerk zu begeistern. Die neue ISO 2768 zeigt, wie wichtig es ist, technische Entwicklungen im Blick zu behalten. Und die neu gefasste Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei Photovoltaik-Anlagen schafft mehr Klarheit für ein Geschäftsfeld, das für viele Metallbaubetriebe zunehmend relevant wird.
Auch wirtschaftlich gibt es erste Signale, die Mut machen. Die Entwicklung bei den Auftragseingängen in der Drehteile-Branche und erste positive Rückmeldungen aus dem Maschinenbau zeigen, dass sich die Lage in einzelnen Bereichen wieder bewegt. Für eine nachhaltige Erholung braucht es jedoch weiterhin bessere Rahmenbedingungen.
Deshalb gilt für uns beides: Wir müssen von der Politik konsequente Reformen und Entlastungen einfordern – und gleichzeitig unsere eigenen Chancen nutzen. Mit Wissen, Ausbildung, Innovation und guter Zusammenarbeit können wir viel bewegen.
Ich wünsche Euch eine informative Lektüre, frohes Schaffen, klugen Optimismus und gute Geschäfte.
Willi Seiger
Vorsitzender
Fachverband Metall NW
Unsere heutigen Themen:
Jetzt mitmachen und gewinnen !
Mit etwas Glück gewinnen Sie eines von drei Boulespiel/Bocciakugeln-6er-Sets. Die robusten Metallkugeln sorgen für Spielspaß im Freien und sind gleichzeitig ein schönes Beispiel dafür, was sich aus dem Werkstoff Metall herstellen lässt. Ob auf dem Firmengelände, bei der nächsten Betriebsfeier oder einfach in der Freizeit – mit dem 6er-Set ist für eine kleine Partie Boule schnell gesorgt.
So einfach geht’s:
Tragen Sie Ihren Firmennamen, Ihre Postadresse und Ihre E-Mail-Adresse in das Formular ein und klicken Sie auf „Teilnehmen“.
Einsendeschluss ist der 9. Oktober 2026. Viel Glück!
Teilnahmebedingungen
Der Fachverband Metall NRW verlost unter den teilnehmenden Mitgliedsbetrieben 3x ein Set "Boulespiel/Bocciakugeln-6er-Set". An der Verlosung nimmt jeder teil, der seinen Firmennamen, seine postalische Adresse sowie seine E-Mail-Adresse bis zum Einsendeschluss am 09.10.2026 über das Formular auf dieser Website oder per E-Mail an fvm@metallhandwerk-nrw.de mit dem Betreff „Verlosung Bouleset“ übermittelt.
Die Gewinner werden unter den Teilnehmenden durch Los ermittelt. Sie werden per E-Mail über den Gewinn informiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Gewinner werden auf unserer Website mit vollständigen Namen genannt. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklären Sie sich mit der Veröffentlichung Ihres Namens einverstanden.
Soweit es sich um personenbezogene Daten handelt, erfolgt die Verarbeitung und Speicherung auf der Grundlage von Art. 6 Abs. 1 b) DSGVO. Die Daten werden 1 Jahr nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht. Die Gewinner haben das Recht, Auskunft über die Verarbeitung ihrer Daten sowie Berichtigung oder Löschung ihrer Daten zu verlangen. Weiterhin steht ihnen ein Widerspruchsrecht gegen die Verarbeitung ihrer Daten zu. Weitere Informationen darüber finden sich in unserer Datenschutzerklärung.
Praktikum im Paket: Erfolgreicher Start für die Nachwuchsgewinnung
Seit dem 1. September ist das „Praktikum im Paket“ verfügbar – und die Nachfrage in den ersten Wochen zeigt: Das Angebot trifft einen konkreten Bedarf der Metallhandwerksbetriebe.
Das „Praktikum im Paket“ unterstützt Betriebe dabei, Schülerpraktika einfacher und abwechslungsreicher zu gestalten. Die Sets enthalten Materialien, Ideen und Anleitungen für praktische Aufgaben und kleine Werkstücke sowie Informationen zu den Berufen im Metallhandwerk. Damit erhalten Betriebe einen unkomplizierten Einstieg in die Vorbereitung und Durchführung eines Praktikums, ohne jedes Mal bei null anfangen zu müssen.
Das Angebot gibt es in zwei Varianten: LKW und Metall-Rose. Bei beiden können Schülerinnen und Schüler selbst praktisch arbeiten, verschiedene Bearbeitungstechniken kennenlernen und am Ende ein eigenes Werkstück mit nach Hause nehmen. Die Materialien lassen sich flexibel einsetzen und an den jeweiligen Betrieb und die Dauer des Praktikums anpassen.
Besonders interessant für Mitgliedsbetriebe: Über ihre Innung können sie einen 100-Prozent-Rabattcode anfordern. Damit können pro Betrieb bis zu zwei Sets kostenlos bestellt werden – ganz gleich, ob zweimal LKW, zweimal Metall-Rose oder jeweils ein Set beider Varianten.
Die Bestellung erfolgt anschließend direkt über den MetallCampus. Das Angebot soll Betriebe bei einer wichtigen Aufgabe unterstützen: Jugendlichen einen authentischen Einblick in das Metallhandwerk zu geben und sie für eine Ausbildung zu begeistern.
Sie möchten das „Praktikum im Paket“ für Ihren Betrieb nutzen? Wenden Sie sich an Ihre Innung, fordern Sie dort Ihren Rabattcode an und bestellen Sie anschließend Ihre beiden kostenlosen Sets.
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
Mit der europäischen Entgelttransparenzrichtlinie rückt ein Thema stärker in den Fokus, das bislang vor allem größere Unternehmen beschäftigt hat: die transparente und diskriminierungsfreie Vergütung von Beschäftigten. Auch wenn die Richtlinie in Deutschland noch in nationales Recht umgesetzt werden muss, sollten sich metallhandwerkliche Betriebe bereits heute mit den künftigen Anforderungen auseinandersetzen.
Derzeit nur wenige Betriebe unmittelbar betroffen
Nach dem geltenden Entgelttransparenzgesetz sind insbesondere Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten von individuellen Auskunftsansprüchen ihrer Mitarbeitenden betroffen. Da das Metallhandwerk überwiegend aus kleinen und mittelständischen Betrieben besteht, gelten diese Pflichten für die meisten Unternehmen derzeit noch nicht.
Unabhängig von den Unternehmensgrößen gilt jedoch bereits heute der Grundsatz: Frauen und Männer müssen für gleiche oder gleichwertige Arbeit gleich bezahlt werden. Unterschiede bei der Vergütung sind nur zulässig, wenn sie auf sachlichen Kriterien beruhen – beispielsweise auf Qualifikation, Berufserfahrung, Verantwortung oder tariflichen Eingruppierungen.
Die EU-Richtlinie bringt mehr Transparenz
Mit der Umsetzung der europäischen Entgelttransparenzrichtlinie werden die Anforderungen deutlich steigen. Künftig sollen Bewerberinnen und Bewerber bereits vor Vertragsabschluss Informationen über das vorgesehene Gehalt oder die Gehaltsspanne erhalten. Gleichzeitig wird es Beschäftigten erleichtert, Auskünfte über Vergütungsstrukturen einzuholen. Zudem dürfen Arbeitgeber im Bewerbungsverfahren grundsätzlich nicht mehr nach dem bisherigen Einkommen fragen.
Für größere Unternehmen kommen darüber hinaus Berichtspflichten über geschlechtsspezifische Entgeltunterschiede hinzu. Zwar werden viele metallhandwerkliche Betriebe hiervon aufgrund ihrer Größe nicht unmittelbar betroffen sein, dennoch wird die Richtlinie mittelbar Auswirkungen auf die gesamte Branche haben.
Tarifverträge bieten einen klaren Vorteil
Viele tarifgebundene Metallhandwerksbetriebe verfügen bereits über transparente Eingruppierungs- und Vergütungssysteme. Tarifverträge schaffen nachvollziehbare Kriterien für die Entgeltfindung und reduzieren damit das Risiko unbegründeter Entgeltunterschiede.
Größeren Handlungsbedarf haben dagegen insbesondere nicht tarifgebundene Unternehmen, deren Vergütungsstrukturen häufig historisch gewachsen sind. Unterschiedliche Gehälter sollten künftig nachvollziehbar begründet und dokumentiert werden können.
Jetzt die richtigen Weichen stellen
Auch wenn die gesetzlichen Änderungen noch ausstehen, empfiehlt es sich bereits heute,
- Vergütungsstrukturen zu überprüfen,
- Kriterien für Gehaltsentscheidungen zu dokumentieren,
- Stellen und Tätigkeiten systematisch zu bewerten,
- Zulagen und Sonderzahlungen nachvollziehbar festzulegen und
- Führungskräfte für diskriminierungsfreie Vergütungsentscheidungen zu sensibilisieren.
Eine transparente Vergütung dient dabei nicht nur der Rechtssicherheit. Gerade im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte kann sie das Vertrauen in den Betrieb stärken und die Arbeitgeberattraktivität erhöhen.
MetallAkademie
Unsere Workshops und Webinare sind von Profis für Profis und auch mit Profis. Sie können sich darauf verlassen, dass unsere Inhalte die erforderliche Detailtiefe haben, um auch komplexere Anwendungsfelder zu erschließen.
Unsere Angebote im Oktober & November 2026
Toleranzen im Metallbau: Herausforderungen und Lösungen
Webinar zur neuen EU Maschinenverordnung (EU) 2023/1230
Prüfung von Leitern, Tritten und Rundschlingen …
Metallhandwerk .
Ausbildungsberufe, Tarifpolitik, neue gesetzliche Anforderungen und konkrete Angebote für die Betriebe: Bei der Geschäftsführerkonferenz des Fachverbandes Metall NW am 1. September in Essen standen zahlreiche Themen im Mittelpunkt, die die Innungen und ihre Mitgliedsbetriebe aktuell und in den kommenden Jahren beschäftigen werden.
Ausbildungsberufe werden neu geordnet
Nachdem die Meisterprüfungsverordnungen der metallhandwerklichen Berufe aktualisiert wurden, rücken nun die Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen in den Fokus. Sowohl beim Metallbauer als auch beim Feinwerkmechaniker stehen in den kommenden Jahren Anpassungen an. Die Geschäftsführerkonferenz informierte über den aktuellen Stand und diskutierte die Auswirkungen auf Ausbildung und Prüfungen.
„Praktikum im Paket“ startet
Zum 1. September ist das neue Unterstützungsangebot „Praktikum im Paket“ gestartet. Damit erhalten Unternehmen eine unkomplizierte Möglichkeit, Praktika professionell zu gestalten und junge Menschen für das Metallhandwerk zu begeistern. Wie beim „Metaller-Test“ können Mitgliedsbetriebe das Angebot über ihre Innung kostenfrei nutzen. Die entsprechenden Gutscheine stellt der Fachverband den Innungen zur Weitergabe an ihre Mitgliedsbetriebe zur Verfügung.
Tarifpolitik im Blick
Intensiv diskutiert wurde auch das aktuelle Tarifgeschehen. Im Mittelpunkt stehen derzeit Gespräche mit der IG Metall über zusätzliche freie Tage bei gleichzeitiger Lohnanpassung sowie über einen möglichen Tarifvertrag für Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Gleichzeitig beginnen die Vorbereitungen für die Entgelttarifverhandlungen im Frühjahr 2027.
Neben möglichen tarifpolitischen Inhalten ging es insbesondere um die Frage, wie die Kommunikation zwischen Fachverband, Innungen und Betrieben während der Tarifverhandlungen weiter verbessert werden kann.
Darüber hinaus informierte der Fachverband über wichtige Gesetze und Normen mit Relevanz für 2027. Im Fokus standen unter anderem die Maschinenverordnung, die neuen Ausgaben der DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 sowie Entwicklungen bei Produktsicherheit und Produkthaftung.
Die Geschäftsführerkonferenz machte deutlich: Der regelmäßige Austausch zwischen Fachverband und Innungen ist ein wichtiger Schlüssel, um Herausforderungen frühzeitig zu erkennen, gemeinsame Lösungen zu entwickeln und die Betriebe des Metallhandwerks erfolgreich zu unterstützen.
Unsere Tarifkommission tagt – Ihre Meinung ist gefragt!
Zum Ende des dritten Quartals wollen wir wissen: Wie ist die aktuelle Lage in Ihrem Betrieb – und wie blicken Sie auf die kommenden Monate?
Neue ISO 2768: Das ändert sich bei den Allgemeintoleranzen
Die neue ISO 2768 steht vor der Veröffentlichung und ist auch für kleine und mittlere Metallbaubetriebe relevant. Die bekannten Toleranzklassen f, m, c und v sowie die bisherigen Toleranzwerte für lineare und Winkelgrößenmaße bleiben erhalten. Gleichzeitig wird der Anwendungsbereich deutlich eingeschränkt und stärker an das ISO-GPS-System angepasst.
Für die betriebliche Praxis bedeutet das: Die Angabe „ISO 2768-m“ auf einer Zeichnung deckt künftig weniger Merkmale ab als bisher. Die Norm gilt nur noch für lineare Größenmaße und Winkelgrößenmaße mit Nennmaß, für die keine individuelle Toleranz angegeben ist. Abstände, Lochabstände und Stufenmaße gehören beispielsweise nicht mehr dazu. Auch die bisherige Tabelle für gebrochene Kanten, Radien und Fasen entfällt.
Wichtig ist das insbesondere bei Kundenaufträgen und der Prüfung von Bauteilen. Die neue Norm stellt klar, dass ein Werkstück nur dann konform ist, wenn es alle in der technischen Produktdokumentation festgelegten Anforderungen erfüllt. Eine Überschreitung einer Allgemeintoleranz kann damit nicht mehr allein deshalb als unproblematisch angesehen werden, weil die Funktion des Bauteils möglicherweise nicht beeinträchtigt ist.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen vorhandene Zeichnungen. In vielen Betrieben finden sich verkürzte Angaben wie „ISO 2768-m“, ohne dass die verwendete Ausgabe der Norm angegeben ist. Da sich der Anwendungsbereich ändert, sollten solche Altzeichnungen nicht automatisch nach der neuen Fassung interpretiert werden. Bei wiederkehrenden Aufträgen, Ersatzteilen oder bestehenden Kundenvereinbarungen kann es deshalb sinnvoll sein, die zugrunde liegende Normausgabe eindeutig zu klären.
Die Veröffentlichung der ISO 2768 wird derzeit im vierten Quartal 2026 erwartet. Metallbaubetriebe sollten die Gelegenheit nutzen, ihre Zeichnungsvorlagen und Normverweise zu prüfen und insbesondere bei wichtigen Kundenzeichnungen für eindeutige Festlegungen zu sorgen. So lassen sich Missverständnisse bei Fertigung, Prüfung und Abnahme vermeiden.
Die neue ISO 2768 bleibt damit ein praxistaugliches Werkzeug – vorausgesetzt, ihre Grenzen sind bekannt und die beteiligten Mitarbeiter wenden sie einheitlich an.
Photovoltaik: Neue Vereinbarung schafft klaren Rahmen für Metallbaubetriebe
Seit dem 1. September 2026 gilt eine neu gefasste Vereinbarung für die gewerkeübergreifende Zusammenarbeit bei der Errichtung von Photovoltaik-Anlagen. Neu beteiligt sind unter anderem der Bundesverband Metall und die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM). Damit werden nun auch Metallbauer sowie Zimmerer und Holzbauer ausdrücklich einbezogen.
Ziel der Vereinbarung ist es, Zuständigkeiten, Qualifikationen und Arbeitsabläufe zwischen den beteiligten Gewerken klar zu regeln und damit die Sicherheit bei der Montage von PV-Anlagen zu erhöhen. Für Metallbaubetriebe ist insbesondere geregelt, unter welchen Voraussetzungen Beschäftigte aus nicht elektrotechnischen Gewerken bestimmte elektrotechnische Tätigkeiten übernehmen können.
Voraussetzung dafür ist unter anderem eine Schulung zur elektrotechnisch unterwiesenen Person (EuP) für PV-Anlagen. Damit können entsprechend qualifizierte Beschäftigte definierte Tätigkeiten, beispielsweise den Anschluss von PV-Modulen, unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft ausführen. Arbeiten auf der AC-Seite des Wechselrichters oder an anderen elektrischen Bauteilen bleiben dagegen Elektrofachkräften vorbehalten.
Die Vereinbarung schafft damit einen verlässlichen Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen Metallbau- und Elektrohandwerk. Ergänzend wurden die Musternachunternehmerverträge für die Zusammenarbeit mit Elektrofachbetrieben überarbeitet. Für Metallbaubetriebe bietet die Vereinbarung damit mehr Klarheit bei Verantwortlichkeiten und Qualifikationen und unterstützt eine sichere und rechtssichere Abwicklung entsprechender Aufträge.
„Die Energiewende wird im Handwerk nur dann erfolgreich umgesetzt, wenn die beteiligten Gewerke ihre Kompetenzen sinnvoll bündeln und zugleich klare Verantwortlichkeiten gelten. Die neu gefasste Verbändevereinbarung schafft hierfür einen praxisnahen und verlässlichen Rahmen. Für unsere Metallbaubetriebe bedeutet das klar definierte Qualifikationen und Abläufe, eine verlässliche Zusammenarbeit mit dem Elektrohandwerk und vor allem ein hohes Maß an Sicherheit für die Beschäftigten. Damit verbinden wir Qualität, Arbeitsschutz und effiziente gewerkeübergreifende Zusammenarbeit auf eine Weise, die in der betrieblichen Praxis funktioniert.“
Willi Seiger, Präsident Bundesverband Metall
Kurz notiert
Wie ist die aktuelle Lage in Ihrem Betrieb – und wie blicken Sie auf die kommenden Monate? Mit unserem Konjunkturblitzlicht zum dritten Quartal wollen wir ein aktuelles Stimmungsbild des Metallhandwerks erhalten.
Die anonym ausgewerteten Ergebnisse liefern wichtige Informationen für die Vorbereitung der Entgeltverhandlungen mit der IG Metall im Frühjahr 2027 und unterstützen den Fachverband bei seiner Interessenvertretung gegenüber Politik, Medien und Öffentlichkeit.
Die Teilnahme dauert rund fünf Minuten. Je mehr Betriebe sich beteiligen, desto aussagekräftiger wird das Gesamtbild.
Bitte machen Sie mit – Ihre Einschätzung zählt!
Kompetenzen bündeln, Erfahrungen teilen und gemeinsam Lösungen entwickeln: Gerade in Zeiten großer Veränderungen wird Zusammenarbeit für das Metallhandwerk immer wichtiger. Davon ist Diether Hils, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Metall, überzeugt. Im Gespräch mit Volker Hastler von der ZINQ Manufaktur® betont er, dass Innungen, Landesverbände und Kooperationspartner ihr Wissen stärker bündeln sollten, damit Lösungen schneller in der betrieblichen Praxis ankommen.
Auch beim Thema Nachhaltigkeit sieht Hils Chancen für das Metallhandwerk. Metall ist langlebig, robust und wiederverwertbar und bietet damit gute Voraussetzungen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Wer sich frühzeitig mit neuen Verfahren, Materialien und nachhaltigen Lösungen beschäftigt, kann daraus auch wirtschaftliche Perspektiven entwickeln.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Fachkräftesicherung. Das Metallhandwerk bietet vielfältige berufliche Perspektiven – von der Ausbildung bis zu Fach- und Führungsaufgaben. Diese Chancen gemeinsam sichtbar zu machen, kann dazu beitragen, die Attraktivität der Branche für Nachwuchs- und Fachkräfte zu stärken.
Das vollständige Interview mit Diether Hils und Volker Hastler finden Sie bei ZINQ GmbH & Co. KG.
Quelle: PM Bundesverband Metall; Bild: ZINQ GmbH & Co. KG
Im September behandelte der 4K-Podcast gleich fünf Themen auf, die für Metallhandwerksbetriebe aktuell und praxisrelevant sind. Bei ISO GPS geht es um die Veränderungen bei technischen Zeichnungen, typische Probleme in der Anwendung und darum, was Betriebe jetzt beachten sollten.
Die Geschäftsführerkonferenz von Fachverband und Innungen steht ebenfalls im Fokus. Dabei geht es um den aktuellen Austausch, die Unterstützungsangebote des Verbands und die Themen, die das Metallhandwerk heute und in Zukunft beschäftigen.
Wie können kleine Betriebe Social Media für die Gewinnung von Auszubildenden nutzen? Die entsprechende Folge zeigt, wie der Einstieg gelingen kann, welche Inhalte funktionieren und wie Azubis selbst eingebunden werden können. In einer weiteren Ausgabe geht es um Künstliche Intelligenz: Wo wird KI im Handwerk bereits eingesetzt, welche Tools sind praxistauglich und welche Entwicklungen sind für das Metallhandwerk zu erwarten?
Abgerundet wird der September mit der DASt-Richtlinie 022. Im Mittelpunkt stehen die Anforderungen an tragende Stahlbauteile, die Vertrauenszone sowie die besonderen Aspekte bei dickwandigen Materialien und Fachwerkträgern.
Mit Zinkpower wurde anschließend der Blick auf feuerverzinkte Fassaden gerichtet – von den Gestaltungsmöglichkeiten über normative Anforderungen bis hin zu Befestigung und Nachbearbeitung. Zum Abschluss ging es um den Wechsel vom Mitarbeiter zur Führungskraft und darum, warum gerade neue Führungskräfte Unterstützung brauchen und wie der Verband seine Mitgliedsbetriebe bei der Führungskräfteentwicklung begleitet.
Hier geht's zum Podcast: https://metall.link/yt4k
Am zweiten Septemberwochenende war es wieder soweit: Die Motorradtour des Fachverband Metall NRW ging in ihre 19. Auflage. Treffpunkt war in diesem Jahr Wernigerode. Von dort starteten die Teilnehmer am Samstag in zwei Gruppen zu einer rund 270 Kilometer langen Tour durch den Harz.
Bei bestem Motorradwetter führte die Strecke über kurvenreiche Straßen, durch malerische Täler und entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Zur Mittagspause trafen sich beide Gruppen in Sankt Andreasberg wieder. Ein weiterer Stopp am Rappbodestausee bot Gelegenheit zum Austausch und einen Blick auf die beeindruckende Hängebrücke „Titan RT“.
Neben dem gemeinsamen Motorraderlebnis stand auch in diesem Jahr der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Teilnehmer aus verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens nutzten die Tour für Gespräche über Motorräder, das Metallhandwerk und vieles mehr. Ein besonderer Dank gilt den Organisatoren und Streckenplanern Kuno Peter und Markus Marré.
Alle Teilnehmer kehrten nach der Tour unfallfrei und mit vielen Eindrücken nach Wernigerode zurück. Schon jetzt steht fest: 2027 geht es weiter – dann mit der 20. Jubiläumstour. Diese wird einen Tag länger dauern und zwei geführte Tagestouren bieten.
Save the date
09.09. – 12.09.2027
Jubiläums-Tour
Seit dem 2. August 2026 gelten nach Artikel 50 der EU-KI-Verordnung neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Anwendungen. Eine pauschale Kennzeichnungspflicht für alle KI-generierten Inhalte gibt es jedoch nicht.
Relevant ist sie beispielsweise bei realistisch wirkenden, künstlich erzeugten oder veränderten Bildern, Videos und Audioinhalten („Deepfakes“). Auch bei Chatbots muss erkennbar sein, dass Nutzer mit einer Maschine kommunizieren. Bei KI-generierten Texten gelten die Pflichten nur unter bestimmten Voraussetzungen.
Für Metallbetriebe bedeutet das: Sie sollten prüfen, wo KI eingesetzt wird, welche Inhalte damit entstehen und welche Daten verarbeitet werden. Daraus lassen sich einfache Regeln für Nutzung, Kontrolle und Freigabe ableiten.
Unabhängig davon gilt bereits seit Februar 2025 die Pflicht zur KI-Kompetenz. Beschäftigte müssen die eingesetzten Systeme, ihre Möglichkeiten und Grenzen kennen. KI kann Arbeitsabläufe erleichtern – die Ergebnisse und die Verantwortung bleiben jedoch beim Menschen.
Vielen Dank, dass Sie unseren Newsletter lesen!
Wir freuen uns, dass Sie Teil unserer Leserschaft sind. Unser Ziel ist es, Ihnen stets hochwertige und relevante Inhalte zu liefern. Ihre Meinung ist uns wichtig – teilen Sie uns gerne mit, welche Themen Sie interessieren oder wie wir unseren Service verbessern können. Bleiben Sie dran für die nächste Ausgabe, in der wir weiterhin interessante Themen und die neuesten Entwicklungen für Sie aufbereiten.
Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute und freuen uns auf ein baldiges Wiederlesen!
Herzliche Grüße,
Ihr Team vom Fachverband Metall NW