Neue Erfahrungen sammeln, andere Arbeitsweisen kennenlernen und dabei fachlich wie persönlich wachsen: Mit den Einzelstipendien „let’s go!“ und „lift!“ können Auszubildende aus dem Handwerk ein gefördertes Praktikum in einem europäischen Land absolvieren. Auch für Betriebe des Metallhandwerks bietet das Programm interessante Möglichkeiten, ihren Nachwuchs gezielt zu fördern.
Ein Auslandsaufenthalt muss nicht erst nach der Ausbildung beginnen. Die Programme „let’s go!“ und „lift!“, die im Rahmen des europäischen Erasmus+-Programms angeboten werden, ermöglichen Auszubildenden aus dem Handwerk individuelle, zeitlich befristete Betriebspraktika im europäischen Ausland. Auch Gesellen und Facharbeiter können teilnehmen, sofern ihre Abschlussprüfung nicht länger als zwölf Monate zurückliegt.
In der Regel dauert ein Auslandsaufenthalt drei Wochen. Dabei spielt es keine Rolle, zu welchem Zeitpunkt der Aufenthalt stattfindet, welches europäische Land gewählt wird oder welcher Ausbildungsberuf ausgeübt wird.
Fachliche Erfahrungen sammeln – persönlich selbstständiger werden
Ein Auslandspraktikum bietet weit mehr als einen Blick über den eigenen beruflichen Tellerrand. Die Teilnehmenden lernen andere betriebliche Abläufe und Arbeitsweisen kennen, können neue Techniken kennenlernen und sammeln Erfahrungen in einem ungewohnten Arbeits- und Lebensumfeld.
Damit der Aufenthalt erfolgreich verläuft, werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fachlich, sprachlich, interkulturell und pädagogisch vorbereitet. Zusätzlich erhalten sie einen Zuschuss zu den Reise- und Aufenthaltskosten. Die Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Zielland.
Gerade für junge Menschen kann die Erfahrung im Ausland ein wichtiger Entwicklungsschritt sein: Sie gewinnen an Selbstständigkeit und Selbstvertrauen, verbessern ihre Sprachkenntnisse und lernen, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden.
Auch für kleinere Metallbetriebe interessant
Für viele Unternehmen stellt sich bei einem Auslandsaufenthalt zunächst die Frage nach dem organisatorischen und wirtschaftlichen Aufwand. Genau hier können die Einzelstipendien ansetzen.
Die Programme richten sich ausdrücklich auch an Unternehmen, die über kein eigenes Filial- oder Niederlassungsnetz im europäischen Ausland verfügen. Der Auslandsaufenthalt wird als individuelles, zeitlich begrenztes Projekt organisiert. Damit können auch kleinere und mittlere Handwerksbetriebe ihren Auszubildenden internationale Erfahrungen ermöglichen.
Für Unternehmen kann ein solcher Aufenthalt zugleich ein Instrument der Ausbildungs- und Fachkräftesicherung sein. Wer jungen Menschen Entwicklungsmöglichkeiten bietet und ihnen Vertrauen entgegenbringt, stärkt ihre Eigenverantwortung und erweitert ihre beruflichen Kompetenzen.
Ein Plus für Ausbildung und Arbeitgeberattraktivität
Internationale Erfahrungen können damit zu einem zusätzlichen Baustein einer modernen Ausbildung werden. Gerade im Metallhandwerk, in dem technische Entwicklungen, internationale Lieferketten und der Austausch über Ländergrenzen hinweg zunehmend an Bedeutung gewinnen, lohnt sich der Blick über den eigenen Betrieb hinaus.
Für Auszubildende kann ein Auslandspraktikum eine besondere Erfahrung während der Ausbildung sein. Für Betriebe bietet sich gleichzeitig die Möglichkeit, Ausbildung attraktiver zu gestalten und engagierten Nachwuchskräften zusätzliche Perspektiven zu eröffnen.
Interesse geweckt?
Die Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) stellt auf ihrer Website ausführliche Informationen zu den beiden Programmen, den Voraussetzungen und den erforderlichen Bewerbungsunterlagen bereit.
Weitere Informationen zu den Einzelstipendien „let’s go!“ und „lift!“:
www.lgh.nrw – Einzelstipendien
Für Fragen steht bei der LGH die Koordinatorin der Einzelstipendien, Gülbahar Okutucu, zur Verfügung.




