Am 22. und 23. April 2026 traf sich die Führung des deutschen Metallhandwerks in Hamburg zur jährlichen Frühjahrsversammlung des Bundesverbandes Metall. Im Mittelpunkt standen die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage sowie der zunehmende Reformstau in der Politik.
Präsident Willi Seiger machte in seinem Eröffnungsstatement deutlich, dass insbesondere die mangelnde Umsetzungsfähigkeit politischer Entscheidungsträger große Sorgen im Metallhandwerk auslöst. Notwendige Reformen würden erkannt, jedoch nicht konsequent umgesetzt – mit spürbaren Folgen für die Betriebe.
Diese Einschätzung bestätigten auch die Berichte aus den Fachbereichen: In der nationalen und internationalen Normung werden die Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen häufig unzureichend berücksichtigt. Gleichzeitig führt der europäische „Green Deal“ zu zusätzlichen bürokratischen Belastungen, die gerade mittelständische Betriebe vor erhebliche Herausforderungen stellen – oft ohne wirtschaftlichen Ausgleich.
Auch in der Berufsbildung stehen zentrale Weichenstellungen an. Neben der Neuordnung der Ausbildungsberufe geht es insbesondere um die Sicherung des Fachkräftebedarfs. Die Gewinnung neuer Auszubildender, passgenaue Fortbildungsangebote sowie die fortschreitende Digitalisierung des Prüfungswesens sind dabei zentrale Handlungsfelder.
Die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit sowie Wirtschaft und Soziales treiben die politische Interessenvertretung mit Nachdruck voran. Im Fokus standen zudem der intensive Austausch zu aktuellen und bevorstehenden Tarifverhandlungen sowie die Bewertung relevanter Gerichtsurteile mit Auswirkungen auf das Metallhandwerk.
Die Mitgliederversammlung machte deutlich:
Das organisierte Metallhandwerk steht vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig bietet der Metallverband seinen Mitgliedern eine starke Plattform für Austausch, Orientierung und konkrete Unterstützung im betrieblichen Alltag.




