Juni 2026
Liebe Metallerinnen, liebe Metaller, liebe Kolleginnen und Kollegen,
der Bundesverbandstag hat am 08. und 09. Mai seine Premiere in Berlin absolviert. Mehr als 120 interessierte Teilnehmende profitierten von den politischen Diskussionen ebenso, wie von den Praxisforen am zweiten Tag. Dazwischen pflegten die Metaller einen intensiven persönlichen Austausch. Das Metallhandwerk geht mit Rückenwind in die Zukunft und deren Herausforderungen.
Und es gibt weitere gute Nachrichten: Der Beitragsfuß der BGHM wird sinken und wir werden das bereits in diesem Jahr spüren. Die Sicherung des Nachwuchses wird von unserem Metallverband aktiv unterstützt. Nicht nur die die tatkräftige Beteiligung des Verbandes an den regionalen Ausbildungsmessen, sondern auch durch attraktive Publikationen. Beteiligt Euch aktiv an unserer nächsten Ausgabe von „MeinMetall“ mit einem realistischem Einblick in Euren Betrieb.
Ich wünsche Euch viel informative Freude beim Lesen unseres Fachinfos, frohes Schaffen, klugen Optimismus und gute Geschäfte.
Willi Seiger
Vorsitzender
Fachverband Metall NW
Unsere heutigen Themen:
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Das Werk bietet praxisnahes Wissen zu Regelwerken, Bauphysik und Baurecht und zeigt anhand konkreter Beispiele, worauf es bei der fachgerechten Montage wirklich ankommt – ein wertvoller Begleiter für den betrieblichen Alltag im Metallbau.
So einfach geht’s:
Tragen Sie Ihren Firmennamen, Ihre Postadresse und Ihre E-Mail-Adresse in das Formular ein und klicken Sie auf „Teilnehmen“.
Einsendeschluss ist der 05. Juni 2026. Viel Glück!
Starke Impulse für das Metallhandwerk
Der Bundesverband Metall hat mit dem „Bundesverbandstag“ am 8. und 9. Mai 2026 in Berlin ein neues Veranstaltungsformat eingeführt. Zwei intensive Tage voller wirtschaftspolitischer Impulse, praxisnaher Zukunftsthemen und persönlicher Begegnungen sorgten bei Teilnehmenden, Referierenden und Kooperationspartnern gleichermaßen für ein durchweg positives Fazit.
Die Impulse von BVM-Präsident Willi Seiger zur Zukunft des Metallhandwerks, die fundierten Einblicke von Prof. Dr. Dr. Friederike Welter zu den Herausforderungen und Chancen des Mittelstands sowie die klaren wirtschaftspolitischen Perspektiven von ZDH-Präsident Jörg Dittrich haben wichtige Denkanstöße geliefert. Auch der Beitrag von Wirtschaftsjournalist Dominic Possoch mit anschaulichen Zahlen und Fakten sowie das anschließende wirtschaftspolitische Forum mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Politik haben gezeigt, wie entscheidend verlässliche Rahmenbedingungen für das Metallhandwerk sind.
Einen beeindruckenden Auftritt lieferte ZDH-Präsident Jörg Dittrich, der sich zwischen 2 Terminen in Köln und Leipzig die Zeit nahm, beim Bundesverbandstag dabei zu sein. In seiner Ansprache schaffte er es, Klartext zu reden, ohne dabei den Glauben an unser Land und unsere Politik zu verlieren. „Wenn wir den jungen Leuten ständig sagen, dass sowieso alles schlecht wird, dann ist das nicht richtig“ stellte er klar. Im wirtschaftspolitischen Forum diskutierte Dittrich unter anderem mit MdB Alexander Hoffmann (Vorsitzender der CSU im Bundestag) dann über die Frage, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, damit mittelständische Betriebe im Metallhandwerk auch künftig leistungsfähig und wettbewerbsstark bleiben. Dabei wurde deutlich, wie wichtig verlässliche politische Entscheidungen, weniger Bürokratie und eine stärkere Wahrnehmung des Handwerks in Öffentlichkeit und Politik sind. Dass MdB Alexander Hoffmann das gerade gekippte 1.000-Euro-Gesetz sogar noch verteidigte, sorgte für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Unmut und bestätigte die aktuelle Befürchtung, dass die Politik die Sorgen und Nöte der Wirtschaft nicht wirklich realisiert und versteht.
Am zweiten Tag wurden in den Praxisforen zentrale Zukunftsthemen weiter vertieft: Von Nachwuchsgewinnung und moderner Ausbildung über die Bedeutung von Normung im Mittelstand bis hin zu Social Media und KI im Betriebsalltag – unter anderem mit Beiträgen von Alexandra Horn (Abteilungsleiterin Deutsches Institut für Normung DIN e.V. und Geschäftsführerin des KMU-Rats im DIN), Dr. Gesa Koglin (Referatsleiterin Innovation und Technik im ZDH und Vorsitzende des KMU-Rats im DIN), Klaus Mayerhofer (Geschäftsführer Metall-Zert GmbH), Deborah Kroef, Rolf Rehbold und Karsten Zimmer vom Bundesverband Metall.
Gerade das Forum „Social Media und KI-Anwendung im Betrieb“ machte deutlich, wie stark digitale Sichtbarkeit inzwischen über Fachkräftegewinnung, Kundenbindung und Unternehmenswachstum entscheidet. Besonders die Praxisberichte von Sandra Damaschke (Metallbau Windeck GmbH) Isabel Schaefers (G. Schaefers GmbH) Nico Höffer (NH Metalltechnik) und Yannick Weber (WT Media Solution) zeigten eindrucksvoll, dass moderne Kommunikation längst ein entscheidender Wettbewerbsfaktor geworden ist.
BVM-Präsident Willi Seiger zog zum Abschluss ein entsprechend positives Gesamtfazit:
„Der Bundesverbandstag 2026 in Berlin hat eindrucksvoll gezeigt, wie stark unser Metallhandwerk ist, wenn engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer, Verbände, Politik und Partner miteinander ins Gespräch kommen. Die Expertenvorträge, die offenen Diskussionen und die große Kollegialität unter den Teilnehmenden haben unserem neuen Veranstaltungsformat starke Impulse gegeben. Dieser Bundesverbandstag hat Rückenwind für unsere gemeinsame Arbeit erzeugt und deutlich gemacht, dass das Metallhandwerk bereit ist, die Zukunft aktiv zu gestalten.“
Und nach dem Bundesverbandstag ist bekanntlich vor dem nächsten Bundesverbandstag, wie Hauptgeschäftsführer Diether Hils feststellte:
Der Termin für den Bundesverbandstag 2027 steht bereits fest. Am 16. und 17. April 2027 trifft sich die Metallbranche erneut in Berlin. Interessierte Kolleginnen und Kollegen sollten sich den Termin bereits jetzt vormerken.
Spürbare Entlastung bei der BGHM
Gute Nachrichten für das Metallhandwerk: Die Beiträge zur Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) werden bereits ab Mai 2026 sinken. Damit profitieren zahlreiche Betriebe unmittelbar von einer erfolgreichen Interessenvertretung innerhalb der Selbstverwaltung der Berufsgenossenschaft.
Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung setzen sich bei der BGHM aus mehreren Faktoren zusammen, darunter insbesondere der sogenannte Beitragsfuß sowie die Zuordnung zu Gefahrklassen. Nach einer umfassenden Umstrukturierung im Jahr 2024 waren die Beiträge in einigen Bereichen deutlich gestiegen. Umso bedeutender ist nun die erzielte Entlastung.
Maßgeblich vorangetrieben wurde die Anpassung durch engagierte Vertreter aus dem Metallhandwerk in den Gremien der BGHM. So konnte Thoralf Volkens, Vizepräsident des Bundesverbands Metall (BVM) und Vorsitzender des Finanzausschusses der BGHM, in der Vorstandssitzung im April eine Senkung des Beitragsfußes der Basis- und Strukturumlage von 4,88 auf 4,75 durchsetzen.
Insgesamt ergibt sich daraus eine Reduzierung der Beiträge um rund 2,66 Prozent, die die Betriebe bereits mit der Beitragsrechnung im Mai 2026 spüren werden.
Neben der aktuellen Beitragssenkung stehen weitere Reformen im Fokus: Geplant ist eine Überarbeitung der Gefahrklassen, um eine noch gerechtere Verteilung der Beiträge entsprechend der tatsächlichen Risiken zu gewährleisten. Zudem soll das Bonusverfahren weiter ausgebaut werden. Ziel ist es, Unternehmen finanziell zu entlasten, die sich besonders im Arbeitsschutz engagieren und dadurch eine geringere Unfallbelastung aufweisen.
Die BGHM betont auf ihrer Internetseite die zentrale Bedeutung von Prävention und Arbeitssicherheit. Dies soll sich für die Unternehmen, die aktiv in den Arbeitsschutz investieren, auch wirtschaftlich lohnen: Sie tragen nicht nur zur Sicherheit ihrer Beschäftigten bei, sondern sollen künftig auch stärker finanziell davon profitieren.
Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass eine engagierte Mitwirkung in den Gremien der Selbstverwaltung konkrete Verbesserungen für die Mitgliedsbetriebe bewirken kann.
MetallAkademie
Unsere Workshops und Webinare sind von Profis für Profis und auch mit Profis. Sie können sich darauf verlassen, dass unsere Inhalte die erforderliche Detailtiefe haben, um auch komplexere Anwendungsfelder zu erschließen.
Unsere Angebote im Juni 2026
Sachverständigentag des Metallhandwerks 2026
Berichtsheft App Metall: Online-Schulung für Betriebe
MetallStat – Vorführung des Online-Statikprogrammes
Nachwuchs gewinnen – . sichtbar werden
Volle Gänge, neugierige Fragen und viele praktische Eindrücke: In den vergangenen Wochen war das Metallhandwerk in Nordrhein-Westfalen wieder dort präsent, wo Berufsorientierung heute stattfindet – direkt bei den Jugendlichen. Ob bei der HandWerkStatt in Münster, der Ausbildungsbörse handwerk.koeln in Köln oder der #Lustaufhandwerk in Düsseldorf: Überall zeigte sich, wie wichtig persönliche Begegnungen und erlebbare Formate für die Gewinnung von Auszubildenden sind.
Ein besonderer Publikumsmagnet war dabei immer wieder der Schweißsimulator. Das virtuelle Schweißen ermöglicht einen unkomplizierten, sicheren und gleichzeitig faszinierenden Einstieg in ein zentrales Tätigkeitsfeld des Metallhandwerks. Ohne Risiko, aber mit echtem „Hands-on“-Gefühl konnten Jugendliche erste Erfahrungen sammeln – ein Türöffner für Gespräche über Ausbildung und berufliche Perspektiven.
Ergänzt wurden die Messeauftritte durch weitere interaktive Elemente wie Virtual-Reality-Anwendungen und digitale Informationsangebote – unterstützt durch den Verband, der hierfür passende Instrumente und Inhalte bereitstellt.
Erlebnisse schaffen: Werkzeuge für erfolgreiche Messeauftritte
Damit Berufsorientierung nicht nur informiert, sondern begeistert, kommen auf den Veranstaltungen gezielt verschiedene Bausteine zum Einsatz:
Schweißsimulator als Publikumsmagnet
Der Schweißtrainer zieht Aufmerksamkeit auf sich und senkt gleichzeitig die Hemmschwelle. Jugendliche probieren sich aus, kommen ins Gespräch – und bleiben länger am Stand.
VR-Brillen mit echten Betriebseinblicken
Über interaktive 360°-Videos erhalten Schülerinnen und Schüler einen direkten Einblick in den Arbeitsalltag von Metallbau- und Feinwerkmechanikbetrieben. Das schafft Nähe und macht Berufe greifbar.
Eigene 360°-Videos für Betriebe
Betriebe können ihre eigenen Inhalte erstellen lassen und gezielt einsetzen – etwa auf Messen oder bei Schulveranstaltungen. So wird der eigene Betrieb auch ohne Vor-Ort-Besuch erlebbar.
Infopoint mit direktem Praxisbezug
Neben Informationen zu Berufsbildern bietet der Infopoint eine geobasierte Karte, auf der interessierte Jugendliche direkt Ausbildungs- und Praktikumsbetriebe in ihrer Umgebung finden können.
Ergänzt wird das Ganze durch aufmerksamkeitsstarke Messeausstattung und zielgruppengerechte Informationsmaterialien, die den Einstieg ins Gespräch erleichtern.
Gemeinsam mehr erreichen
Die Erfahrungen aus Münster, Köln und Düsseldorf zeigen deutlich: Erfolgreiche Nachwuchsgewinnung entsteht vor allem durch authentische Einblicke und direkte Ansprache. Wer es schafft, junge Menschen aktiv einzubinden und ihnen echte Eindrücke zu vermitteln, bleibt im Kopf.
Gerade in Zeiten wachsender Konkurrenz um junge Talente gilt: Sichtbarkeit entscheidet. Präsenz auf Messen, erlebbare Inhalte und der persönliche Dialog sind zentrale Erfolgsfaktoren.
Jetzt aktiv werden
Die kommenden Monate bieten zahlreiche weitere Gelegenheiten, das Metallhandwerk erlebbar zu machen – auf Schulmessen, Recruiting-Tagen und regionalen Veranstaltungen.
Wer diese Chancen nutzt, schafft frühzeitig Kontakte und sichert sich die Fachkräfte von morgen.
Denn eines ist klar: Nachwuchsgewinnung passiert nicht nebenbei – sondern dort, wo man sichtbar wird.
Azubis gesucht – Ihre Erfolgsgeschichte für „Mein Metall“
Das Metallhandwerk bietet jungen Menschen hervorragende Perspektiven, moderne Technologien und abwechslungsreiche Karrierewege. Genau diese Vielfalt möchten wir auch in der kommenden Ausgabe unseres Ausbildungsmagazins „Mein Metall“ sichtbar machen – und dafür brauchen wir Ihre Unterstützung!
Das Magazin richtet sich gezielt an Schülerinnen und Schüler sowie potenzielle Auszubildende und zeigt die Chancen und Möglichkeiten einer Ausbildung im Metallhandwerk auf. Besonders authentisch und glaubwürdig sind dabei echte Einblicke aus der Praxis.
Deshalb suchen wir metallhandwerkliche Unternehmen, die gemeinsam mit uns den Nachwuchs für das Metallhandwerk begeistern möchten.
Gesucht werden unter anderem:
- Erfahrungsberichte von Auszubildenden
- Einblicke in den Ausbildungsalltag
- Unternehmensreportagen
- Beispiele erfolgreicher Nachwuchsgewinnung
- spannende Projekte, moderne Technik und besondere Teamgeschichten
Zeigen Sie jungen Menschen, was Ihr Unternehmen ausmacht, warum Ausbildung bei Ihnen Zukunft hat und welche Entwicklungsmöglichkeiten das Metallhandwerk bietet. Oft sind es gerade persönliche Geschichten und echte Erfahrungen, die Jugendliche bei ihrer Berufswahl besonders ansprechen.
Mit Ihrer Beteiligung leisten Sie nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchssicherung unserer Branche, sondern präsentieren zugleich Ihr Unternehmen als attraktiven Ausbildungsbetrieb.
Sie möchten Teil der nächsten Ausgabe von „Mein Metall“ werden? Dann freuen wir uns über Ihre Rückmeldung und spannende Einblicke aus Ihrem Betrieb. Gemeinsam machen wir Lust auf Ausbildung im Metallhandwerk!
Interview mit
Stefan Elgaß,
Initiator und Macher
von “MeinMetall“
Kontakt:

Tim Zimmermann
t.zimmermann@metallhandwerk-nrw.de
MetallCampus
Unterstützung – sofort und digital!
Auf dem MetallCampus sind die digitalen Angebote des nordrhein-westfälischen Metallhandwerks gebündelt. Viele Angebote sind für die Mitglieder der nordrhein-westfälischen Metallinnungen kostenfrei – anmelden lohnt sich also!

Der Rollenwechsel vom Kollegen zum Vorgesetzten beginnt oft unspektakulär – und wirkt doch tiefgreifend. Häufig sind es gerade die leistungsstärksten Mitarbeitenden, die zur Führungskraft entwickelt werden. Fachlich überzeugen sie, im Team sind sie anerkannt. Doch genau darin liegt auch die Herausforderung: Aus dem „guten Kollegen“ wird plötzlich eine Führungsperson. Damit verändern sich nicht nur Aufgaben, sondern auch Erwartungen – sowohl von Seiten des Unternehmens als auch des Teams. Entscheidungen müssen getroffen, Prioritäten gesetzt und Leistungen bewertet werden. Gleichzeitig bleiben persönliche Beziehungen bestehen, die neu austariert werden müssen.

Führung zeigt sich nicht in Organigrammen oder Stellenbeschreibungen – sie zeigt sich im Gespräch. Gerade beim Wechsel vom Kollegen zum Vorgesetzten wird Kommunikation zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Denn vieles, was früher selbstverständlich war, muss jetzt bewusst gestaltet werden: Erwartungen klären, Feedback geben, Entscheidungen erklären – und dabei gleichzeitig die Beziehung zum Team erhalten. Viele neue Führungskräfte erleben genau hier ihre größten Herausforderungen: Wie spreche ich kritische Themen an, ohne die Zusammenarbeit zu belasten? Wie setze ich klare Erwartungen, ohne autoritär zu wirken? Und wie bleibe ich authentisch, obwohl sich meine Rolle verändert hat? Die Wahrheit ist: Gute Kommunikation entsteht nicht zufällig. Sie ist ein Handwerk – und sie lässt sich lernen. In diesem zweiten Teil geht es deshalb darum, Kommunikation gezielt als Führungsinstrument einzusetzen.

Menschen zu führen bedeutet nicht nur, Aufgaben zu verteilen oder Ergebnisse einzufordern. Gute Führung zeigt sich vor allem darin, andere zu motivieren, Verantwortung zu übernehmen und ihr Potenzial einzubringen. Gerade neue Führungskräfte erleben dabei häufig eine Herausforderung: Nicht alle Mitarbeitenden lassen sich auf die gleiche Weise motivieren. Während die einen Wert auf Anerkennung legen, wünschen sich andere mehr Eigenverantwortung, Sicherheit oder Entwicklungsmöglichkeiten. Wer sein Team wirksam führen will, muss deshalb verstehen, was Menschen antreibt – und was sie demotiviert. Denn Motivation entsteht selten durch Druck oder Kontrolle. Sie entsteht dort, wo Mitarbeitende Sinn in ihrer Arbeit sehen, Wertschätzung erfahren und das Gefühl haben, einen wichtigen Beitrag zu leisten. Deshalb richtet sich der Blick im dritten Teil auf die Frage: Was motiviert Menschen wirklich – und wie kann Führung Motivation gezielt fördern?
Alle weiteren Angebote des MetallCampus finden Sie hier
Quantitative Planung als
Stabilitätsanker im Metallhandwerk
Steigende Materialpreise, volatile Energie-kosten, zurückhaltende Investitionen der Kunden und zunehmender Wettbewerbsdruck stellen viele metallhandwerkliche Betriebe aktuell vor erhebliche Herausforderungen. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten reicht es deshalb nicht mehr aus, allein „nach Sicht“ zu steuern. Gefragt ist eine belastbare quantitative Planung mit integriertem Controlling, um frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und fundierte Entscheidungen treffen zu können.
Transparenz schafft Handlungssicherheit
Viele metallhandwerkliche Unternehmen verfügen über eine hohe technische Kompetenz und langjährige Markterfahrung. Doch gerade in unsicheren Zeiten entscheidet zunehmend die betriebswirtschaftliche Transparenz über den Unternehmenserfolg. Wer seine Zahlen kennt, kann schneller reagieren.
Eine quantitative Planung hilft dabei, zentrale Unternehmensbereiche, wie Umsätze, Kosten und die Liquidität systematisch zu betrachten. Dadurch entsteht ein realistisches Bild der wirtschaftlichen Situation – nicht nur rückblickend, sondern vor allem mit Blick auf die kommenden Monate.
Risiken frühzeitig erkennen
Insbesondere im Metallhandwerk können bereits kleinere Veränderungen große Auswirkungen haben. Verzögerte Zahlungen, schwankende Rohstoffpreise oder der Wegfall einzelner Großkunden wirken sich oftmals unmittelbar auf die Liquidität aus.
Ein integriertes Controlling ermöglicht es, Abweichungen zwischen Planung und tatsächlicher Entwicklung frühzeitig zu identifizieren. Unternehmen gewinnen dadurch wertvolle Zeit, um gegenzusteuern – beispielsweise durch:
- Anpassung von Kalkulationen
- Optimierung der Kapazitätsplanung
- Reduzierung unnötiger Kosten
- gezielte Investitionsentscheidungen
- Verbesserung des Forderungsmanagements
Wer Entwicklungen erst erkennt, wenn die Liquidität angespannt ist, verliert wertvolle Handlungsspielräume. Die erhöhen nicht nur die Sicherheit innerhalb des Unternehmens, sondern stärken auch die Position gegenüber Banken, Fördermittelgebern und Geschäftspartnern. Denn nachvollziehbare Planungen und aussagekräftige Controlling-Daten schaffen Vertrauen.
Zukunft aktiv gestalten statt nur reagieren
Controlling bedeutet nicht Kontrolle um der Kontrolle willen. Moderne Unternehmenssteuerung unterstützt vielmehr dabei, den Betrieb aktiv weiterzuentwickeln. Gerade mittelständische Metallhandwerksbetriebe profitieren davon, wenn sie ihre wirtschaftlichen Kennzahlen regelmäßig analysieren und strategisch nutzen.
Denn auch in schwierigen Zeiten entstehen Chancen: neue Märkte, innovative Produkte oder effizientere Prozesse. Unternehmen, die ihre Zahlen im Griff haben, können solche Potenziale deutlich besser erkennen und nutzen.
Eine quantitative Planung mit integriertem Controlling ist heute kein „Zusatzinstrument“ mehr, sondern eine zentrale Voraussetzung für unternehmerische Stabilität. Sie schafft Transparenz, erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit und unterstützt fundierte Entscheidungen. Nicht der Zufall sollte den Kurs eines Unternehmens bestimmen – sondern belastbare Zahlen und vorausschauende Planung.
Weitere Informationen und Unterstützung bei der Umsetzung unter https://metallhandwerk-nrw.de/news/erfolg-ist-planbar/.
Kurz notiert
Im Mai sind vier neue Folgen unseres Videopodcasts „4K im Metallhandwerk“ erschienen. Im Fokus standen arbeitsrechtliche Grenzen im Vorstellungsgespräch, die verkaufsfördernde Gestaltung von Angeboten trotz ERP-Einsatz, typische Stolpersteine beim Einstieg in Künstliche Intelligenz sowie die wachsende Bedeutung professioneller Preisverhandlungen für den Unternehmenserfolg.
Wie gewohnt liefern die Gespräche kompakte Einblicke, praxisnahe Impulse und konkrete Antworten auf Fragestellungen aus dem betrieblichen Alltag.
Alle bisher erschienenen und alle zukünftigen Folgen finden Sie unter https://metall.link/yt4k
Steigende Löhne, höhere Energiepreise und schwankende Materialkosten verändern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Metallhandwerk zunehmend. Um wirtschaftlich erfolgreich arbeiten zu können, ist die regelmäßige Ermittlung und Aktualisierung der Kalkulationsgrundlagen deshalb unverzichtbar. Insbesondere Stundenverrechnungssätze und Zuschlagssätze müssen die tatsächlichen Kosten realistisch abbilden. Veraltete Kalkulationen führen schnell dazu, dass Aufträge zwar ausgelastet, aber nicht profitabel sind. Wer seine Zahlen regelmäßig überprüft, schafft Transparenz, verbessert die Preisgestaltung und sichert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.
Weitere Informationen und Unterstützung bei der Umsetzung unter https://metallhandwerk-nrw.de/news/kalkulationsgrundlagen-ermitteln-und-aktualisieren/.
Im Zuge der Haushaltsberatungen für 2027 steht die Steuerbegünstigung für Handwerkerleistungen auf dem Prüfstand – teils wird sogar ihre Abschaffung diskutiert. Das Handwerk positioniert sich hier klar: Der Steuerbonus stärkt die Nachfrage nach legalen Leistungen, entlastet private Haushalte und ist ein wichtiges Instrument im Kampf gegen Schwarzarbeit. Die Devise lautet daher: Reform statt Abschaffung.
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat hierzu einen Musterbrief formuliert, mit dem Betriebe ihre Position gezielt an politische Entscheidungsträger herantragen können. Ziel ist es, die Bedeutung des Steuerbonus zu unterstreichen und sich aktiv in die laufende Diskussion einzubringen.
Nutzen Sie diese Möglichkeit und setzen Sie ein klares Signal für das Handwerk.
Den Musterbrief finden Sie hier zum Download: Mustbrief downloaden
Nehmen Sie einen japanischen Praktikanten auf und bringen Sie neue Impulse in Ihre F&E-Projekte
Das EU-Japan Centre for Industrial Cooperation (eine gemeinsame Initiative der japanischen Regierung und der Europäischen Kommission) lädt Unternehmen mit Sitz in der EU ein, sich als Gastunternehmen für japanische Praktikanten zu bewerben. Die sechsmonatigen Praktika beginnen am 13. September 2027 im Rahmen des Programms „Vulcanus in Europe“.
Die Praktikanten stammen von führenden japanischen Universitäten und studieren Ingenieurwissenschaften, IT, Biologie, Chemie sowie weitere naturwissenschaftliche und Hightech-Fächer.
Sie verfügen zudem über Sprachkenntnisse in der jeweiligen Landessprache des Gastunternehmens innerhalb der EU.
Vorteile für Unternehmen in der EU:
Eine wertvolle Verstärkung für Ihre F&E-Abteilung sowie ein tiefer Einblick in die japanische Kultur – ein entscheidender Faktor für den Aufbau erfolgreicher Geschäftsbeziehungen mit Japan.
- Bewerbungsfrist: 21. September 2026 (für neue Unternehmen) bzw. 30. September 2026 (für ehemalige Gastunternehmen)
- Informationen & Bewerbungsformular: http://www.eu-japan.eu/events/vulcanus-europe
- Kontakt: Margherita Rosada, Tel.: +32 2 282 3715 oder per E-Mail an: vulcanus@eu-japan.eu
Welche arbeitsmedizinische Vorsorge ist erforderlich? Wie viele Ersthelfer braucht ein Betrieb? Und was ist beim Weiterbetrieb älterer Maschinen zu beachten? Antworten auf solche grundlegenden Fragen erhalten Arbeitsschutzverantwortliche in Betrieben mit bis zu 50 Beschäftigten über die Kompetenzzentren-Hotline (KPZ-Hotline) der BGHM.
Die kostenfreie Hotline (0800 9990080) ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Fachleute eines externen Dienstleisters beraten zu allgemeinen arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Themen. Außerhalb der Zeiten kann ein Rückruf angefordert werden.
Das Angebot richtet sich an kleinere Betriebe und unterstützt bei allgemeinen Fragen. Unternehmensspezifische Anliegen sowie eine Betreuung vor Ort können dadurch nicht ersetzt werden – hierfür ist weiterhin die zuständige Aufsichtsperson Ansprechpartner.
Die KPZ-Hotline läuft zunächst testweise bis zum 31. Dezember 2026. Anfang 2027 ist eine Befragung zur Nutzung geplant.
Vielen Dank, dass Sie unseren Newsletter lesen!
Wir freuen uns, dass Sie Teil unserer Leserschaft sind. Unser Ziel ist es, Ihnen stets hochwertige und relevante Inhalte zu liefern. Ihre Meinung ist uns wichtig – teilen Sie uns gerne mit, welche Themen Sie interessieren oder wie wir unseren Service verbessern können. Bleiben Sie dran für die nächste Ausgabe, in der wir weiterhin interessante Themen und die neuesten Entwicklungen für Sie aufbereiten.
Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute und freuen uns auf ein baldiges Wiederlesen!
Herzliche Grüße,
Ihr Team vom Fachverband Metall NW